Wochenbuch 2021

5. Juni 2021 Alp-Auffahrt

Endlich können wir mit unseren Kühen in die Suteren.

Letztes Jahr war der Alpbeginn eine Woche früher als sonst; heuer ist er eine Woche später. So ergibt sich ein Unterschied zum letzen Jahr von zwei Wochen.
Alles klappt wieder ohne Zwischenfall. Auch das Wetter spielt mit: Es ist bedeckt. So ist es für die Kühe nicht zu heiss. Am Nachmittag zügeln die Männer noch den Container mit der Melkeinrichtung und die Kälber. Vor dem Melken bringe ich ihnen den Milchtank zur Suteren und nehme dafür den Viehwagen heim.

30. Mai 2021 Wanderung ins Lipplisbüöl
Blick vom Staali ins Tal

Da wieder prächtiges Wetter ist wandern wir ins Lipplis.

Den Wanderweg vom Talboden bis zur Lipplisbüöl-Strasse sind wir schon mehr als einmal gegangen. Aber den Teil von der Strasse via Staali ins Lipplis noch nie. Beim unteren Teil kommt man fast zuoberst über eine Brücke die den Hüribach überquert. Es ist sehr eindrücklich wie sich der Bach in den Fels 'gefressen' hat. Einfach sehenswert! Im Staali treffen wir das dortige Älplerpaar an und werden zu einem Kaffee eingeladen. Danach wandern wir weiter zum Stausee im Lipplisbüöl. Die Wanderung wäre auch was für den Sommer. Denn sie führt weite Strecken durch den Wald.
Da noch jemand bei uns etwas abholen will werden wir von unserer jüngsten Tochter abgeholt, damit wir rechtzeitig daheim sind.

29. Mai 2021 Wiederkäuzeit

Heute sind wir am Silieren.

Als wir den kleinen Blätz vor dem Balmenhaus für den Ballenmacher schwarbnen liegen fast alle unsere Kühe auf der Weide. Bei ihrem Rhythmus von Fressen-Ruhen-Wiederkäuen-Fressen sind sie jetzt beim Wiederkäuen.

19. Mai 2021 Alle Jahre wieder ...

Da wir wenig Land rund um den Stall haben ...

... müssen unsere Kühe bei zwei Weiden ein Stück weit gehen. Der Weg zur Gigern führt auch noch durch den Teufbach. Jeden Frühling und Herbst sieht der Übergang anders aus: Mal liegt die Bachsohle tiefer als letztes Mal, mal auch wieder höher. Da muss mein Mann vorgängig kontrollieren ob der Weg frei ist für die Kühe. Sonst muss er den Weg herrichten.
Besonders beim Hochtreiben auf die Weide saufen unsere Kühe gerne aus dem Bach.

15. Mai 2021 Ein Wochenend-Ausflug
künstliche Geländestufen, auf denen früher Getreide angebaut wurde
heutiges Hotel 'Val Sinestra'
Geschiebetürme mit Stein obendrauf
(Scheunen-) Eingang in Vnà

Dieses Jahr gönnen wir uns ...

... wieder mal zwei Tage Ferien. Wir haben im Engadin ein Hotel gebucht und starten am 14. Mai Richtung Graubünden. Das Verkehrsaufkommen ist moderat und wir erreichen das Engadin via Landquart-Davos-Flüelapass schon nach dem Mittag. Da wir erst am Abend im Hotel einchecken wollen fahren wir noch Richtung Ofenpass und machen nicht weit oberhalb Zernez eine kleine Wanderung. Zwar müssen wir etwas 'Schneestampfen', doch die Aussicht ist überwältigend.
Am nächsten Tag wandern wir von unserem Hotel Val d'Uina nach Sent und von dort ins Val Sinestra. Im Tal drin geht es im Wald etwa auf gleicher Höhe einem tiefen Flusslauf entlang. Bald sehen wir in der Ferne ein riesiges Haus und fragen uns, wer in eine so gottverlassene Gegend solch einen 'Kasten' baut. Das Internet sagt mir dann, dass es als Kurhaus erbaut wurde und nun als Hotel dient. Wir wandern am Hotel 'Val Sinestra' vorbei noch weiter ins Tal hinein und gönnen uns beim Hof 'Zuort' ein kleines Dessert. Dann kehren wir auf der gegenüberliegenden Talseite via Vnà und Ramosch wieder ins Hotel zurück. Am Abend bin ich nach dieser tägigen Wanderung recht müde. Wir gehen nach dem Nachtessen deshalb früh zu Bett.
Beim Aufstehen am Sonntag bin ich überrascht wie gut erholt ich schon wieder bin. Heute treten wir die Heimreise an. Da wir beide noch nie in St. Moritz waren fahren wir das Engadin hinauf. Wir sind überrascht wie breit das Tal im Gebiet St. Moritz ist. Danach fahren wir via Julierpass, Tiefencastel, Thusis nach Bonaduz und durch die Rheinschlucht. Von Ilanz aus machen wir einen Abstecher ins Val Lumnezia und besuchen meine Schwester. Dort vergeht die Zeit ungemein schnell: Beim Abschiednehmen habe ich das Gefühl dass es sechs Uhr abends ist; doch es ist schon sieben Uhr. Wir haben geplant über den Oberalppass und das Urner Reusstal heimwärts zu fahren. Da es zu regnen beginnt hat mein Mann Bedenken, dass es auf dem Oberalp schneien könnte. Doch ich halte dagegen und argumentiere, dass die Strassen nun nicht mehr so kalt sind dass es gleich Schnee ansetzen würde. Wir wagen dann die Fahrt über den Pass. Es regnet zwar und die Wolken verfinstern die Landschaft. Doch wir haben keinen Nebel. Wir kommen sehr gut vorwärts und nur beim Passübergang sehen wir auf der Windschutzscheibe, dass unter den Regentropfen auch Schneeflocken sind. So kommen wir ohne Zwischenfall wieder zu Hause an.
Nun haben wir eine weitere Gegend der Schweiz erkundet die anders ist als das Muotathal.

6. April 2021 Besuch im Laueli

Wir müssen die Käserührwerke ...

... überholen/reparieren lassen. Leider haben wir im Herbst die Stromkabel vergessen mit ins Tal zu nehmen. Deshalb fahre ich zur Suteren, wo ich das Auto beim vorderen Weidrost stehen lasse. Denn danach geht es nicht mehr weiter, weil noch zu viel Schnee in der Strasse liegt. Ich gehe über die mit Schneeresten bedeckten Weiden zum Laueli. Je weiter hoch ich komme je mehr Schnee liegt noch. Ich vermeide so gut es geht den Schnee, denn er ist recht sulzig und ich möchte meine Schuhe nicht mit Schnee füllen. Im Laueli oben gehe ich dem Sonnenraindli entlang, das komplett schneefrei ist. Die Kabel habe ich schnell beisammen und mache mich auf den Rückweg. Es regnet zwar leicht, doch ich komme ohne Probleme wieder beim Auto an und fahre zurück ins Tal.

25. April 2021 Stallanbau

Nun steht das Baugespann.

Da das Dach nordwärts sehr schlecht ist (es tropft an einigen Stellen herein und die Ziegel sind in schlechtem Zustand) und wir die Rinder in einem gepachteten Stall halten müssen, wollen wir nun einen Anbau machen. Der würde Platz bieten für die Rinder und für das Stroh, das wir jetzt auch im anderen Stall lagern müssen. Zweitens können wir dann einen Kran einbauen, der einige Arbeiten sehr vereinfacht. Nun ist das Baugesuch aufgelegt und der erste Schritt ist getan.

18. April 2021 Wanderung Siten
Blick ins Sonnenhalb
Schnee auf der Suterenstrasse

Der Weg die Siten hinauf ...

... wird von den Wanderwegverantwortlichen neu ins Wanderwegnetz aufgenommen. Er wird deshalb diesen Frühling/Sommer 'zwäggmacht' und neu markiert. Da wir schon länger nicht mehr diesen Weg gegangen sind nehmen wir ihn heute unter die Füsse. Das Wetter ist zwar nicht sonnig und es könnte sogar etwas regnen. Doch immer drinnen sein ist nicht unser Ding. Zweitens können wir sehen wie viel Schnee es noch in der Suteren hat. Sehr weit rauf ist der Weg schneefrei. Erst bei der Sitenhütte treffen wir die ersten Schneeflecke an. Je weiter rauf wir kommen desto geschlossener ist der Schnee. Doch er trägt uns relativ gut. Und wir sind auch nicht die ersten die den Weg gehen. Die Spuren im Schnee verraten es uns. Wir wandern von der Suteren die Strasse entlang zur Mettlen und lassen uns dort von unserer jüngsten Tochter abholen. Trotz einem schwachen Regenschauer tut uns die Wanderung gut.

11. April 2021 Spaziergang Sonnenhalb

Um die Wasserberg-First sehen zu können ...

... müssen wir ins Sonnenhalb rauf. Denn von unserem Heimbetrieb aus sehen wir sie nicht. Da heute ein sonniger und warmer Tag ist 'bietet' sich ein Spaziergang 'an'. Über die 'Gasse' (Wanderweg vom Stalden über die Egg Richtung Sonnenhalb) erreichen wir den 'Bruder Klaus'. Dort treffen wir gute Bekannte. Nach einem Schwatz geht es noch weiter rauf. Nach einem längeren Weg durch Wald kommen wir zur Sperlenweid, die direkt unterhalb der Heubrig-Felsen liegt. Nach einer kleinen Rast beim kleinen Weidstall folgen wir der Strasse ins Tal und gelangen so wieder nach Hause.

6. April 2021 Wieder mal Schnee

Am Morgen war unsere Hoftafel ganz verschneit.

Und zwei Stunden später konnte man alle Täfeli wieder lesen. Da kann man nur sagen: April!

 

 

26. März 2021 Lanzig

Schon länger ...

... sind die Schneeglöggli, die Märzenbecher und die Krokusse verblüht. Die Blumenpracht hat kaum einen Monat gedauert. Immer wieder ist sie auch unter frischem Schnee verschwunden. Jetzt blühen noch die letzten Krokusse neben den Christrosen.

14. Februar 2021 Spiel von Licht und Schatten

Die Sonne geht am 'Abhang' des Wasserberges auf.

Doch ihr Bogen ist noch nicht sehr hoch. Sie 'streicht' deshalb dem Horizont entlang. Dieses Spiel von Licht und Schatten erzeugt eine eigene Stimmung.
Die Foto verrät uns auch, dass in der vorherigen Nacht am Heubrig Nebel lag. Die Bäume sind mit 'Gjäch' (Rauhreif) geschmückt.
Und noch etwas zeigt das Bild: Der viele, zu Beginn sehr nasse Schnee, hat einigen Bäumen Äste abgebrochen.

27. Januar 2021 Es schneit immer wieder

Es hat den ganzen Tag geschneit.

Nun sind die 'Hauben' auf den Hochbeeten schon bald gleich hoch wie die Kästen selbst.

16. Januar 2021 Weisser Heubrig

Wenn nach einem ergiebigen Schneefall ...

... die Sonne aufgeht, beleuchtet sie einen ganz weissen Heubrig. Nur wenige Felsflächen haben keinen Schnee angesetzt. Sobald die Sonne länger an die Bergkette scheint und die Temperaturen dort über 0°C steigen, 'verlieren' auch die weiteren Felsbänder ihren Schnee.

15. Januar 2021 Schnee räumen

Es schneit 'wie eine Laui'.

Die Männer räumen den Schnee, der während der Nacht und heute morgen gefallen ist, von der Zufahrtsstrasse. Es gibt mächtige Haufen.

Alpkäserei Wasserberg

Familie Gerold & Käthy Gwerder
Starzlen
6436 Muotathal

T: 041 830 13 05
M: 079 247 70 13

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