Wochenbuch 2015

30. Dezember 2015 Steine abräumen

Im Herbst hat ein Forstunternehmen ...

... einen Teil des Waldes oberhalb der Suterenhütte gefällt und abtransportiert. Da der Boden sehr viele Steine enthält, und auch immer wieder weitere durch den Wald auf die Weide rollen, wurden diese Steine durch das Holzziehen aus dem Boden befördert. Gestern und heute haben wir diese Steine zum Weg gerollt oder geworfen, damit wir sie abtransportieren konnten.

Warum haben wir dies gemacht? So Steine im Land sehen doch gar nicht übel aus? Doch wo ein Stein liegt wächst kein Gras. Also könnten wir mit der Zeit nicht mehr so viel Vieh in der Suteren weiden lassen, oder es würden weniger Tage genug zu Fressen da sein.   

26. Dezember 2015 Wo ist der Schnee?

In den Adventswochen ...

... hat sich der Schnee mehr und mehr in die Berge zurückgezogen. Und auch da, scheint es, hat es nicht so viel. Unsere älteste Tochter hat sich sehr beklagt, dass es überhaupt nicht weihnächtlich sei so ohne Schnee. Trotzdem hatten wir einen schönen Weihnachtstag. Es kommt nicht auf das Aussehen draussen an, ob es Weihnacht ist. Das Zwischenmenschliche beeinflusst Weihnachten viel mehr.

30. November 2015 Schnee

Voriges Wochenende hat der Schnee uns erreicht.

Gut schuhhoch hat es geschneit. Doch gestern Sonntag (erster Advent) hat es schon wieder bis in hohe Lagen geregnet. Deshalb präsentiert sich der Wald wieder schwarz, und nicht schneeverhangen wie letzte Woche.

27. November 2015 Demo in Bern

Heute sind mein Mann und ich auch in Bern gewesen.

Die Bauernvereinigung des Kantons Schwyz hat Cars organisiert und angefragt, ob von uns auch jemand komme. Nach einigem Überlegen haben wir zugesagt. Meine Beweggründe waren folgende: Der Bundesrat hat sein Versprechen gebrochen, da er den zugesagten Direktzahlungsrahmen nun kürzen will. Und zwar sogar schon nächstes Jahr. Ich denke da vor allem an Bauern, die nächstes Jahr investieren wollen. Die haben die Direktzahlung in ihr Budget eingerechnet. Und wenn da nun plötzlich einige tausend Franken fehlen, kann das ein Vorhaben verhindern. Oft werden solche Bauvorhaben gestartet, weil ein Gebäude nicht mehr den Tierschutzvorschriften entspricht. Umbauen muss er, aber woher das Geld so kurzfristig nehmen, wenn plötzlich die Dirketzahlungen gekürzt werden?

Eigentlich wäre das ganze 'Theater' nicht nötig, wenn der Handel und auch der Konsument bereit wäre, uns kostendeckende Preise für unsere Produkte zu zahlen.

Foto habe ich keine gemacht. Die Presse wird genügend solche zeigen.

16. November 2015 Käse holen

Da das Wetter Ende Woche auf Schnee wechselt, ...

..., holen wir die Käse vom Wasserberg ins Tal. Jedenfalls die, die wir nicht oben lassen wollen. Da die Strasse nicht zugeschneit war, sahen wir keinen Grund, sie früher 'nach Hause' zu holen. Heute zügeln wir die zweite Fuhre. Am Donnerstag folgt die dritte. Dann werden wir auch die Käse, die den Winter oben bleiben, ein letztes Mal pflegen, und sie dann der Winterruhe übergeben.

Die Foto zeigt das Silberen-Bödmeren-Gebiet. So gelb-braun-rot zeigt sich die Vegetation im Gegensatz zum Sommer, da die verschiedenen Grüntöne das Bild beherrschen.

6. November 2015 Weide?

Da das Wetter immer noch recht warm und trocken ist, ...

... schicken wir unser Vieh tagtäglich auf die Weide. Weide ist jedoch übertrieben, denn das Gras wächst nur noch minimal nach. Trotz guter Fütterung im Stall 'chärben' unsere Kühe die Keime ab. Wichtig ist für uns, dass sie an der frischen Luft und an der Sonne sein können.

1. November 2015 Wanderung

Die 'regelmässigen' Wochenbuchleser ...

... haben es vielleicht gemerkt. Heuer haben wir noch keine Herbstwanderung gemacht. Da heute der Feiertag Allerheiligen ist, besuchen mein Mann und ich zuerst die Messe. Deshalb wird es spät, bis wir unsere Wanderung in Angriff nehmen können, und entsprechend wird sie kürzer. Heute wollen wir mal vom 'Heubrig' ins Tal blicken. Bis nach Hinter-Oberberg in der Gemeinde Illgau fahren wir mit dem Auto. Von dort wandern wir am Firstspitz vorbei zum ersten Kreuz auf dem Heubrig. Von dort haben wir Aussicht auf ein eindrucksvolles Bergpanorama und natürlich auf einen Teil des Muoatatals. Da es schon 3 Uhr ist, heisst es nun an den Heimweg denken. Auf einem etwas anderen Weg kehren wir zum Auto zurück und fahren heimzu.

26. Oktober 2015 Versorgen

Der Alpchäsmärcht 2015 ist vorbei.

Alles, was ich am Donnerstag gerüstet habe, muss nun auch wieder versorgt werden. Eins um das andere 'verschwindet' so wieder an seinen Platz in einem Kasten, in einer Schachtel oder an einer Wand als Dekoration. Einiges muss ich auch waschen oder reinigen: Tischtücher, Probierschalen, Chaquelon, Kelle, Tassli ... . Dieses Jahr hat es mehr als einen Tag gedauert, bis alles verräumt war. Nun warten viele der Sachen auf den nächsten (Alpchäs-)Märcht.

5. Oktober 2015 Wieder daheim

Nun ist die Alpzeit fertig.

Heute sind wir mit unserem Vieh nach Hause gefahren. Sobald die erste Fahrtreichel beim Anziehen ertönte, fing ein Gemuhe an. Die Kühe wissen was das bedeutet: Wir ziehen weiter. Nach dem Auslassen musste ich gar nicht locken. Die Kühe folgten mir auch so auf dem Fusse. Nur in der Suteren waren sie etwas unsicher, ob wir nun dort bleiben. Als ich sie jedoch bei der Strasse die zum Stall führt vorbeigeleitete, wussten sie, dass es heimzu geht. Antreiben musste unser Sohn, der am Schluss ging, keine. Als sie in der Balm dann auf die Weide konnten wollte keine herumstehen: alle frassen.

1. Oktober 2015 Rauhreif

Schon vor zwei Tagen hatte es am Morgen 'Riiffä'.

Das bedeutet, dass das Gras sich nun endgültig auf den Winter vorbereitet und nicht mehr wächst. Es beginnt auch langsam gelb zu werden. Die Weiden bei der Hinderist Hütte und weiter oben sind schon ganz gelbbraun. Ja, niemand kann es jetzt noch übersehen: Der Herbst ist da!

30. September 2015 Nebel

Auch der Herbst hat seinen Reiz.

Morgens, wenn die Sonne aufgeht, scheint sie zuerst durch die Bäume. Wenn dann noch der Nebel just 'gefahren' kommt, ergibt das 'mystische' Bilder. Mir gefallen diese durchbrochenen Sonnenstrahlen, die durch den Nebel sichtbar werden.

24. September 2015 Schnee

Nun ist es wieder soweit.

Und der Schnee meldet sich wieder. Diesmal jedoch etwas weiter herunter als das letzte Mal. Mein Mann und unser Sohn, die auf dem Wasserberg arbeiteten, erzählen von Schneeflocken. Sie sind allerdings in der Strasse nicht liegengeblieben. Doch auf dem 'Gras' hat es doch eine Schicht gegeben. Lange wird er nicht halten. Denn die nächsten Sonnentage sind bereits angekündigt. Doch die Kälte, die auch in den unteren Lagen zu spüren ist, lehrt uns uns warm anzuziehen.

22. September 2015 Im Laueli

Seit einer Woche sind nun auch die Kühe im Laueli.

Wie auf der Foto zu sehen, färbt der Herbst langsam die Blätter der Laubbäume. Daran 'schuld' sind sicher auch die tieferen Tages- und Nachttemperaturen und die Tageslänge. Zu Beginn unserer Alpzeit war es bis um 22 Uhr hell. Jetzt "dimmäräts" schom um 19.30 Uhr. Dasselbe am Morgen: Im Juni standen wir auf wenn es schon hell war, und jetzt wird es erst um 7.30 Uhr langsam "heiter".
Nun wird es etwa noch 14 Tage Alpzeit für die Kühe geben. Dann wird auch für sie Zeit sein ins Tal zu ziehen. Ein heisser Alpsommer wird zu Ende sein. Freuen sie sich vielleicht schon auf den nächsten Sommer?

11. September 2015 Hag ableggä

Schon den dritten Herbst ...

... legen meine zweitälteste Tochter und ich den Hag rund um die Gige ab. Um ein Viertel vor 11 Uhr starten wir beim 'Herrengässli', dann folgen die 'Köpfe' inkl. 'Signal'. Bevor es 'obädurä' "gaad" essen wir unser Picknick. Ein kleiner Schauer zieht durch das Tal, der uns nicht so stark trifft, dafür "schenkt" er uns einen sehr schönen Regenbogen. Nach dem Essen geht es weiter 'obädurä', dann 'Hinteres und Vorderes Chüäbändli', danach der kleine Hag gegen den 'Satz' und gegen die 'Satzplangg'. Nun gehen wir zum 'Gigägadä' und leeren dort die Hagraffen in den Aufbewahrungs-Behälter. Dann nehmen wir den Hag im 'Gigärain' in Angriff, noch das kleine Stück 'I dä Stägä', nachher den Hag gegen die Hinterist Hütte und noch den Abhag beim 'Milchwäägli'. Nun ist es Viertel vor 6 Uhr und wir sind nach X Hagraffen ausziehen und X Stüde ausheben und hinlegen rechtschaffen müde. 

7. September 2015 Zur Suteren

Nun ist der Stall leer.

Die Kühe sind vor ein paar Minuten zu ihrem Marsch zur Suteren gestartet. Sobald mein Mann und unser Sohn begonnen haben die Fahrklopfe, die Senntrichel und die grosse Schelle den dafür vorgesehenen Kühen anzuziehen, begannen einige Kühe zu muhen. Denn jetzt wussten sie, wohin es gehen soll. Wie wir Menschen vor einer Reise recht aufgeregt sein können, ist es das Vieh wenn mit ihm 'gefahren' wird. Wegen der  Aufregung "scheisst" jede. Deshalb auf der Foto die vielen Kuhfladen. Mein Mann wird bei seiner Rückkehr den Stall ausmisten und sauberspritzen. Und unser Vieh wird in der Suteren das 'hohe' Gras genüsslich fressen.

6. September 2015 Kühle und Schnee

Zum Abschluss unserer Zeit hier bei der Hinderist Hütte ...

... auf dem Wasserberg beschert uns das Wetter Kälte und Schnee. Der Schnee ist zwar nicht gleich greifbar, jedoch ist er nicht weit weg. Auf der Foto ist er schon wieder zurückgeschmolzen. Vorher war er ganz rechts bis nach unten zu sehen. Entsprechend ist es kühler geworden: 7 bis 8 Grad. Nun nehmen wir wieder die langärmligen Sachen hervor. Während der Hitzewellen brauchten wir diese auch hier oben nicht. Es ist sogar etwas ungewohnt wieder mehr anzuziehen.

29. August 2015 O sole bio-Markt

Da wir das erste Jahr 'Bio' sind ...

... und die 'Urwängi'-Alpkäserin nicht mehr an den Osolebio-Markt gehen möchte, springe ich für sie ein. Mit den Schafmilchkäsern von der Enzenen teile ich einen Stand. Da es an beiden Tagen sehr heiss ist, ist der Verkauf von Käse nicht so überragend. Der Markt selbst ist abwechslungsreich und sehr schön gestaltet. Von Gemüse über Gebackenes, Milchprodukte und Fleisch, Süsses und Wein findet man sehr vieles. Nächstes Jahr ist der Markt Anfangs September. Herzlichen Willkomm!

25. August 2015 Ab der Gige fahren

Der Herbst hält unaufhaltsam Einzug.

Das bedeutet auch, dass auf der Gige kein Gras mehr nachwächst und damit der Tag des Plünderns zur Hinderist Hütte da ist. Während ich käse sind mein Mann, die zweitälteste Tochter und unser Sohn am Vieh auf den Weg bringen und danach am Zusammenräumen des Milchzeuges. Bald kommen sie mit ihrer Fuhre bei der Hinderist Hütte an und laden die Sachen ab und versorgen sie.

23. August 2015 Riedböden rechen

Auf dem Weg zu den Riedböden ...

... habe ich die Foto des vorherigen Beitrages gemacht. Da das Wetter schon morgen Regen bringen kann, gehen wir trotz Sonntag die Streue auf den Riedböden rechen. Da mein Mann mit den Kühen ins Chüäbändli gefahren ist, sind drei unserer Kinder und ich die Rech-Mannschaft. Es gibt vier kleinere Burden, die unser Sohn zum Transporter trägt. Anschliessend helfen wir dem Nachbarälpler einen Teil seiner Streue rechen.

23. August 2015 Erst-August-Feuer

So sieht unser heuriges Feuer aus.

Zuerst war es ja so trocken, dass der Kanton Schwyz ein Feuerverbot erlassen hat. Unsere Kinder wussten nicht, ob sie nun Holz auf den Ave-Maria-Gütsch tragen sollen oder nicht. Ein Tag vor dem 1. August und am 1. August regnete es dann. Während einer Regenpause wurde ein Stück ob der Hütte ein Haufen von geschnittenen Sträuchern errichtet. Doch am Abend hatte niemand Lust im Regen den Haufen anzuzünden. So blieb er liegen. Am 2. August wollte das Feuern auch nicht passen. Und nun sieht der Haufen wie auf der Foto aus. Er wird nun ein paar Jahre still vor sich hin modern. Das gibt dann wieder Erde, die für die Pflanzen auch gut ist.

13. August 2015 Ein Nachtgast

Begonnen hat alles mit einem unerklärlichen 'Chräschlen'.

Bald einmal wurde ein buschiger Schwanz gesichtet. Und nach weiterer Beobachtung konnten wir das ganze Tier sehen: Ein Siebenschläfer. In unserer Vorratskammer bevorzugte er eindeutig die Nektarinen. Ein Apfel war auch noch angeknappert. Ich legte das angefressene Obst auf einen Teller, und den Rest verpackte ich gut oder hängte die Früchte auf. Und wirklich, unser ungebetener Gast hielt sich an die angefangenen 'Mahlzeiten'. Ich legte dem Siebenschläfer nochmals eine Nektarine hin. Doch die wurde nur noch zur Hälfte gegessen. Danach hörten und sahen wir ihn nicht mehr.

5. August 2015 Ausflug zum Lauiberg

Damit unser Bayrer von der Umgegung auch mal mehr sieht, ...

... machen wir heute einen Ausflug zum Lauiberg. Dieser erhebt sich zuvorderst auf dem Wasserberg. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Nach einer guten Stunde haben wir unser Ziel erreicht. Wir blicken ins Liplis hinunter, ins Tal hinaus und wenn die Sicht besser wäre, würden wir weit ins Mittelland sehen können. Nach der Stärkung durch Speis und Trank machen wir uns wieder auf den Rückweg.

2. August 2015 Blitzschlag

Am 22. August habe ich erwähnt, ...

... dass es so trocken und nah geblitzt habe. Mein Mann hat vor einigen Tagen einen Einschlagsort gefunden. Und heute habe ich davon einige Fotos gemacht. Die Bilder sprechen für sich. Es ist eindrücklich, was so eine Lichtspur an Gewalt hat.

30. Juli 2015 Kartenkunde

Wir haben im Team Zuwachs bekommen.

Eine Bekannte meiner jüngsten Schwester fragte an, ob ihr Bruder nicht mal für ein paar Tage auf die Alp kommen könne. Und so haben wir nun einen Bayern, der herausfinden will, ob das Alpleben ein Traum ist oder eher ein Alptraum. Vom jüngsten Bruder meines Mannes hat er bereits Unterricht bekommen, wie die Gipfel gegenüber heissen.

22. Juli 2015 'Gigenfahrt'

Wie alle Jahre ist es Zeit auf die Gige zu fahren.

Während ich käse, begleiten mein Mann und unsere zweite Tochter das Vieh hinauf. Bis ich die Käserei fertig aufgeräumt habe packen sie schon einige Sachen zusammen. Nach unserem Mittagessen beladen wir den Transporter mit dem 'Stromwagen' und allem, was es fürs Melken braucht. Die Hilfsmittel fürs Misten kommen auf das Traktörli. Als wir fast fertig sind beginnt es nah zu blitzen und donnern. "Es chlepft trocken." Das heisst, die Blitzeinschläge sind nah, es donnert entsprechend laut und es regnet nicht dazu. Wir begeben uns deshalb in die Hütte und warten ab, bis das Gröbste vorbei ist. Und es kommt entsprechend: Regen vermischt mit Hagel und Windböen, die das Wasser waagrecht vor sich hertreiben. Windböen in dieser Stärke haben wir hier selten.
Als sich das Wetter beruhigt hat und es nur noch etwas regnet, fahren wir dann mit etwas "Verspätung" zur Gige, wo wieder alles abgeladen und montiert wird. Wie es so Zügeltage noch gerne in sich haben, melken wir mehr als eine Stunde später als an den Tagen vorher. Doch auch dieser Tag geht zu Ende, und abends gehen wir zu Bett mit der Gewissheit, dass alles gut abgelaufen ist.

15. Juli 2015 Ein Heli bringt Aufregung

Einen Heli bei der Hütte hat man nicht alle Tage.

Heute sind für die untere Träsmerenhütte ein paar Heli-Transportflüge angemeldet. Damit der Helikopter fast keine Steigung fliegen muss, wird die Ware mit dem Lastwagen zu uns gefahren und von hier dann geflogen. Ein Vater mit zwei Kindern ist bei uns zu Besuch. So nah haben die Kinder noch nie einen Heli gesehen. Auch für uns ist es aufregend. Es ist schon sehr faszinierend, das fliegerische Können des Piloten und die Zusammenarbeit mit dem Flughelfer zu beobachten. Mich erstaunt, wie wenig Zeit der Flug zur Träsmerenhütte und zurück dauert. Zuerst werden die Arbeiter und eine erste Ladung Material geflogen. Dann gibt es eine Pause. Nach gut einer Stunde kommt der Lastwagen mit Beton. Vier Flüge und der Beton ist weg. Nach ca. 10 Minuten bringt der Heli den zweiten Flughelfer, der bei der Träsmerenhütte war. Dieser verräumt die Betonkübel wieder auf dem Lieferwagen und fährt ins Tal. Nichts verrät mehr, dass wir einen nicht alltäglichen Vormittag hatten.

29. Juni 2015 Zur Hinderist Hütte

Wieder ist Zügeln angesagt.

Heute haben wir es wie auf anderen Alpen gemacht und haben die Kühe am Morgen mit der Taschenlampe und dem Gehör gesucht. Wir wollen möglichst früh melken, damit wir auch möglichst früh losgehen können. Denn laut Wetterbericht gibt es wieder einen heissen Tag. Und Hitze ist bei Anstrengung nicht das Beste. So gehen die Kühe in der morgentlichen Kühle in Einer-Kolonne die Strasse entlang. Weiter oben führt die Strasse durch lockeren Wald. So wird es ihnen auch dort nicht zu heiss werden. Als die Kühe oben sind und ich das Käsen beendet habe, essen wir vier zu Mittag. Danach wird die Melkerei und die Käserei gezügelt. Alles wird eingeladen und der ganze Plunder mit drei Autos (zwei mit Anhänger) zur Hinderist Hütte gefahren und dort natürlich ausgeladen und an seinen Platz gebracht. Abends steht das Meiste am rechten Ort. Und wir können zur rechten Zeit zu Bett gehen.

28. Juni 2015 Lamas

Das hat es noch nie gegeben:

Lamas in der Suteren. Damit das Gras in der Suteren für die Kühe bis im Herbst nicht so alt ist, weidet seit letztem Jahr ein Kollege meines Mannes jeweils seine Schafe ein paar Wochen dort. Und da ein Wolf im Nachbarkanton bemerkt wurde, will er nun seine Schafe schützen: mit Lamas. Und es ist schon so, man kann oben an der Weide vorbeifahren oder unten, eins von beiden Tieren schaut immer her. Also unbemerkt bleibt man nicht. Hoffentlich ist es auch so wenn der Wolf den Weg hierher findet.

7. Juni 2015 Titlis

Heute wollen mein Mann und ich einen Ort besuchen, ...

... den wir beide noch nie (oder schon lange her) gesehen haben: Engelberg. Als wir dort sind beschliessen wir auf den Titlis zu gondeln. Im warsten Sinne des Wortes. Denn wir können mit zwei Mal umsteigen, ohne je den Fuss ins Freie zu setzen, auf den Titlis fahren. Die Tickets sind bald gekauft und wir reihen uns in die Warteschlange ein. Viele Asiaten, besonders auch Inder, stehen schon in der Schlange. Trotzdem kommen wir recht zügig zum Einsteigeort. In knapp einer Stunde stehen wir im Gipfelhaus. Die Aussicht ist grandios: Nach Norden sieht man den Pilatus und ins Mittelland, nach Süden schauen wir ins Gadmental und sehen viele schneebedeckte Gipfel. Wir gehen auch die kurze Wegstrecke durch den Schnee zur Erhöhung neben dem Gipfelhaus. Für die Asiaten muss es schon besonders sein, Schnee zu sehen und zu fühlen. Die Vorboten einer Störung mehren sich immer mehr, und wir beschliessen wieder ins Tal zu gondeln. Beim ???? steigen wir aus und machen eine kleine Rundwanderung. Als wir den letzten Abschnitt der Luftseilbahnen hinter uns haben, fahren wir durchs Dorf und essen in einem Restaurant gemütlich zu Mittag. Danach fahren wir wieder heimzu, denn die Kühe wollen am Abend wieder gemolken werden.

30. Mai 2015 Alpfahrt

Nun ist es wieder soweit.

Wir fahren mit den Kühen in die Suteren. Heuer haben wir besonders viele Helfer. Nebst unserer Tochter und dem Sohn hilft auch noch der jüngste Bruder meines Mannes fahren. So ist es natürlich einfacher für alle. Ich selbst mache mit Seto, dem jüngeren Hund, den Abschluss. Doch als wir von der Mettlen die Strasse hinaufziehen, gehen die Kühe so schnell, dass ich fast nicht mehr nachkomme. Ich glaube, sie wissen genau, wo es hingeht; und dass es dort frisches Gras und kühlere Temperaturen hat.

25. Mai 2015 Wasserversorgungskontrolle

Jetzt, einen Monat später, können wir schon bis auf den Wasserberg fahren.

Mein Mann will die Wasserfassung im Dräckloch kontrollieren. Als wir zur Quelle hochsteigen, sehe ich wieder mal Soldanellen. Dieses so feine Blümlein habe ich noch nie fotografiert, trotzdem es mich mit seiner Zartheit fasziniert. Dieses Blümlein ist eines der ersten nach der Schneeschmelze. Also Fotoapparat raus und ein paar Bilder gemacht.

27. April 2015 Besuch auf dem Wasserberg

Zum Geburtstag habe ich ein paar Schneeschuhe erhalten.

Und damit ich nicht alleine auf Tour gehen muss, hat mein Mann auch gleich ein Paar geschenkt bekommen. Unsere älteste Tochter bestürmt nun mich, dass ich sie entlich einweihen soll. Mein Mann meint, sie habe recht und schickt uns auf den Wasserberg, um nach den Käsen zu sehen. Bis etwas oberhalb der Suteren können wir mit dem Auto fahren. Von dort weg geht es bis zur Hülenen noch ohne Schneeschuhe. Dort ziehen wir sie an und erreichen in etwa 5/4 Stunden die Hinterste Hütte. Sie steht noch ziemlich im Schnee. Da die Käsekellertüre jedoch nach innen aufgeht, ist es kein Problem zu den Käsen zu kommen. Den Käsen sieht man an, dass sie gar zu lange nicht gepflegt wurden. Jedoch war die Lawinengefahr den ganzen Winter über zu gross. Wir pflegen die Käse, essen unser Mittagessen und brechen danach wieder Richtung Tal auf. Danke für die Schneeschuhe, ihr lieben Schenkenden, sie werden vermutlich mindestens einmal im Jahr 'ausgeführt'.

23. April 2015 Frühling

Langsam aber sicher zieht der Frühling auch ins Muotathal.

Da ich jeden Tag im Stall helfe, kann ich auf dem Weg dorthin die Fortschritte der Vegatation gut beobachten. Immer wieder schön sind auch die Blüten der Obstbäume. Dann kommen die Bienen zu Besuch. Heuer zwar etwas spärlich. Hoffentlich wachsen trotzdem einige Birnen. Denn sie sind so fein, unsere Hausbirnen.

20. März 2015 Teilsonnenfinsternis

Dieses Ereignis findet ja nicht alle Jahre statt.

Da ich die speziellen Brillen von der Sonnenfinsternis 1999 nicht weggeworfen habe, habe ich sie rausgekramt und damit das Spektakel verfolgt. Bei uns wurde es deutlich dunkler. Es war irgendwie komisch und vom Gefühl her unnatürlich. Kann ich eine Foto machen oder nicht? Geht es, wenn ich die Spezialbrille vor das Objektiv halte? Ja, es ging. Viele Fotos waren zwar verwackelt, einige jedoch scharf.

2. Februar 2015 Schneespiele

Es hat über Nacht eine grosse Menge Schnee gegeben. Und die Kühe haben den Plausch im Auslauf.

1. Januar 2015 Weihnachtshaus

Im 2013 habe ich berichtet, ...

..., dass meine Tochter und ich mit Fotos im Raiffeisenkalender 2014 vertreten waren. Dieser Landschaftskalender hat mir sehr gut gefallen, weil ich bei allen Bildern wusste, wo die betreffende Landschaft liegt. Deshalb hatte ich die Idee, mir fürs 2015 einen selbst zusammengestellten Kalender im Internet zu bestellen. Als ich diese Idee meiner jüngsten Tochter gegenüber äusserte, meinet sie: "Ja, das ist eine gute Idee. Jetzt weiss ich, was ich dir zu Weihnachten schenke." Lass ich mich also überraschen. Kurz vor Weihnachten hatte ich dann die Idee, meiner Schwiegermutter einen ähnlichen Kalender zu schenken. Damit sie auch einen Nachfolger für den Raiffeisenkalender hat. Uns fehlte jedoch eine schöne Foto für den Dezember. Heute Abend stand der Vollmond am Himmel. Das könnte eine schöne Foto geben. Also raus in die Kälte mit Kamera und Stativ und eine Langzeitaufnahme gemacht. Dazu musste ich jedoch noch eine Tochter im Haus herumschicken, damit alle Zimmerlampen in den zu sehenden Zimmern gelöscht sind und dafür die elektrischen Kerzen an den Weihnachtsbäumen angezündet sind. Und voilà, siehe Foto.

Alpkäserei Wasserberg

Familie Gerold & Käthy Gwerder
Starzlen
6436 Muotathal

T: 041 830 13 05
M: 079 247 70 13

 E-Mail

Bild des Monats
Schnee ade

nach oben