Wochenbuch 2014

30. Dezember 2014 Winter!

Frau Holle hat ihr Bettzeug gut geschüttelt.

Alles ist unter einer dicken Decke verschwunden. Doch wir sollten mit dem Auto wegfahren. Unser Sohn buddelt für uns das Auto aus. Auf dem Dache des Fahrzeuges ist die ursprüngliche Schneehöhe zu sehen.

7. Dezember 2014 Gjäch

Da unsere Tochter nicht mit jedem Christbaum zufrieden ist, ...

... suchen wir ihn wenn sie Zeit hat mitzukommen. Heute ist es so weit. Die ganze Flanke des Wasserberges ist winterweiss. Und das nicht nur durch den Schnee, nein, es hat an allen Bäumen und Sträuchern 'Gjäch'. In Schriftsprache heisst das Rauhreif. Wir suchen nach einem passenden Tanndli und werden auch fündig. Weihnachten kann kommen.

7. November 2014 Winter?

Der erste Schnee läutet den Winter ein.

Doch war es gar nicht so kalt, auch in der Nacht nicht. Denn die Geranien sind nicht braun geworden. Doch lange bleiben sie nicht mehr. Bald werden wir das Gewachsene abschneiden, aussen am Haus hinunterfallen lassen, die Kistli hinuntertragen und die Erde im Garten ausleeren. Das 'Grünzeug' wird dann zum Kompostieren gebracht und die Kistli werden eingelagert für nächstes Jahr. Dann wird meine Schwiegermutter die Kistli wieder mit Erde füllen und neue Geranien hineinpflanzen. Meine Aufgabe ist es dann, die Kistli zu verteilen und die Bewässerung zu montieren. Ohne diese könnte dieser Blumenschmuck gar nicht wachsen.

19. Oktober 2014 Wanderung zum Kinzig

Da das Wetter wunderbar ist entschliessen wir uns nochmals Urnergebiet zu erkunden.

Wir alle (die gleichen wie auf der Wanderung zum Alplensee) waren noch nie beim Seenalper Seeli. Wir fahren mit dem Auto ins Liplis zur Urnergrenze. Von dort wandern wir den Hang rechterhand hoch, bis wir die Alpstrasse erreichen, die zum Seeli führt. Am Seeli essen wir unser Picknick und wandern danach Richtung Höch Biel und queren auf der Höhe den Rücken des Chinzerberges. Beim Kapellchen, das auf der Chinzig Chulm steht, geniessen wir die Aussicht ins Schächen- und ins Reusstal. Dort liegt Altdorf fast zu unseren Füssen. Dann wandern wir via Chinzertal und Wängi zum Auto zurück. Ein herrlicher schöner Herbsttag neigte sich dem Ende zu.
Die Foto zeigt die Wasserberg-First von der Rückseite.

14. Oktober 2014 Herbst im Tal

Nicht nur auf dem Wasserberg ist es Herbst geworden.

Auch hier im Tal haben die Farben die Bäume erobert. Die Sonne kommt später und macht sich entsprechend rar. Das Wachstum des Grases ist auf Sparflamme, da die Nächte lang und kühl sind. Auch untertags klettert das Thermometer nicht mehr auf Rekordwerte. Nun ist es auch in der Landwirtschaft ruhiger. Die Vorräte für den Winter sind eingebracht und das Vieh kann noch das letzte Gras abweiden. Bald wird der Schnee oder die Kälte das Wachstum zum erliegen bringen und die Kühe werden ihren Magen auf Heu und Silage umstellen müssen.

4. Oktober 2014 Alpabfahrt

Nun heisst es Abschied nehmen von der Alp.

Jedenfalls gilt dies für das Rindvieh. Heute ist Alpabfahrtstag. Unsere Tochter geht voraus und ich mache den Schluss. Eine Kuh, die nicht mehr so gut zu Fuss ist und eine hochtragende Kuh dürfen im Viehanhänger heimfahren. Da noch eine Kuh den andern nicht mehr gut nachkommt, holt mein Mann sie auf halber Strecke ab. Als er mit ihr zur Weide daheim kommt, hat die hochtragende Kuh bereits gekalbt. Und als alle Kühe (ohne weitere Probleme) zu Hause sind, habe ich die Foto geschossen.

29. September 2014 Herbst auf dem Wasserberg

Nun ist der Herbst nicht mehr zu verleugnen.

Wie auf den Wanderbildern vom vorherigen Tag zeigt der Herbst seine Farben auch auf dem Wasserberg. Alles ist gelb, braun, orange oder rot. Das Grün findet man noch an den Nadelbäumen und an einzelnen Gräsern. Doch die Herbstfarben malen auch schöne Bilder, die das Herz erfreuen, trotzdem sie von 'Tod' und 'Sterben' erzählen. Denn im nächsten Frühling explodiert doch alles vermeindlich gestorbene in einer neuen Farbenpracht.

28. September 2014 Wanderung zur Quelle der Muota

Unsere alljährliche Wanderung führt uns heuer ins Urnerland.

Wir wollen den ausgesprengten Weg und die Quelle der Muota sehen, bzw. suchen. Bei Waldi parkieren wir das Auto und los geht es. Von uns (mein Mann und zwei unserer Töchter und natürlich ich) war noch niemand im Gebiet Ruosalp - Alplen unterwegs. Wir sind gespannt, was wir antreffen werden. Zuerst durchwandern wir das weite Gebiet der Ruosalp. Schon bald sehen wir von weitem den ausgesprengten Weg, der nach Alplen führt. Als wir ihn erreicht haben und durchwandern, stellen wir fest, dass wir hier als Autofahrer keinem Auto begegnen möchten. Denn rechts fällt die Felswand senkrecht etwa 300 Meter ab. Und der Weg hat gerade so gut autobreite.
Nach dem ausgesprengten Weg haben wir den Boden von Alplen erreicht. Den ersten Boden muss ich berichgtigen. Den kleinen Bach der Muota sehen wir über einen kleinen Fall auf den Boden fliessen. Nach kurzem Kartenstudium haben wir das Gefühl, dass oberhalb des Wasserfalles der Alplensee, die Quelle der Muota, liegen muss. Nachdem wir unser Mittagessen aus dem Rucksack eingenommen haben, steigen wir dem Bach entlang hinauf. Aber was ist das: der Bach entspringt hier nicht aus einem See! Hier auf dem zweiten Boden folgen wir deshalb weiter dem Bachlauf. Und wieder kommen wir an einen Wasserfall. Wir müssen also nochmals ein Bort erklimmen. Nach weiteren etwa 100 Höhenmetern liegt er dann vor uns: der Alplensee. Er ist grösser als ich es mir vorgestellt habe. Unsere Töchter sind uns schon vorausgeeilt und baden bereits ihre Füsse im kalten Wasser. Nach einer kurzen Pause machen wir uns in einer anderen Richtung auf den Rückweg. So kommen wir dann auch bei den Alpgebäuden von Alplen vorbei. Natürlich gehen wir dann wieder durch den ausgesprengten Weg, bevor wir einem alten Weg entlang zu unserem Auto zurückwandern.

23. August 2014 Besuch bei Frank

Anno 2008 war Frank bei uns Knecht.

Und wie es so gehen kann, hat er sich dabei mit dem 'Alpvirus' angesteckt. Inzwischen ist er Familienvater und mit Frau und Kindern an der Schweizergrenze, jedoch auf österreicher Seite, z'Alp. Die Alp ist viel grösser als unsere und gehört der Gemeinde Fliess. Dort verkäst er die Milch der zu Beginn 85 Kühe. Inzwischen sind noch 51 Kühe zu melken. Die Galtkühe beweiden weiter oben einen Teil der riesigen Alp. Es ist für mich sehr interessant zu sehen, was für einen Käse Frank herstellt. Überhaupt zeigt mir dieser Besuch, dass jedes Land oder jede Gegend ihren typischen Alpkäse hat. Sein Schnittkäse ähnelt eher meinen Natur-Mutschli als unserem Alpkäse. Er ist jedoch auch sehr fein. Der Bruder meines Mannes uns seine Frau haben die Reise organisiert, bzw. haben uns chauffiert. Das erste Mal fuhr ich über den Furka und sah das Unterengadin. Nach unserer Ankunft bei Frank wollten wir zur Galtalp wandern. Der nächste kräftige Regenguss 'spülte' uns jedoch zur Hütte zurück. Das Anbinden der Kühe faszinierte dann meinen Mann. Am nächsten Tag schaute ich dann eine Weile beim Käsen zu und entdeckte dabei die Unterschiede beim Herstellungsprozess. Schon bald machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, weil ich am Abend noch käsen musste.

22. August 2014 Plündern zur Hinderist Hütte

Das Gras der Gige (oder was davon übrig ist) scheint nun ...

... langsam aber sicher eher gelbbraun zu sein und nicht mehr grün. Es ist Zeit zum Zügeln zurück zur Hinderist Hütte. Mein Mann und ich fahren am Morgen mit dem Muli zum Gigen-Stall. Nach dem Melken und dem Hinunterlassen der Milch kommt auch unsere Tochter zur Gige hoch. Nachdem das Vieh wieder 'Ausgang' erhalten hat, packen wir alle Sachen zusammen, die geplündert werden müssen. Und laden sie zum Aggregat-Wagen auf den Muli. Das Traktörli, das den Aggregatwagen auf den Muli schieben musste, bekommt auch noch eine Ladung: Brunnentröge und die Mistkarrette. So fahren wir mit den Ladungen langsam zur Hinderist Hütte, wo alles abgeladen und versorgt oder richtig hingestellt wird. Gegen Abend holen wir dann auch noch die Kühe herunter. Bevor es in den Stall geht, dürfen sie sich den Bauch noch mit dem jüngeren Gras vollschlagen.

21. August 2014 Näbädusäfahrä

Nun ist wieder die Zeit zum 'Näbädusäfahrä'.

Vor drei Tagen war unsere Tochter mit den Kühen in der Satzplangg. Dann hatten sie einen Tag 'freien Ausgang', weil wir in der Suteren Ökoheu gerecht haben. Danach war unsere Tochter nochmals einen Tag mit den 'Milchlieferantinnen' in der Satzplangg. Gestern ging mein Mann mit ihnen ins Chüäbändli und heute gehen nun unsere Tochter und ich mit ihnen dorthin. Mindestens einen Tag mache ich diese Arbeit sehr gerne. Sie ist auch viel einfacher als früher. Mit den heutigen Fiberglas-Stüdli und den Elektrobändern kann man schnell an den nötigen Stellen ein 'Blinddrähtli' spannen. So muss man nicht dauernd schauen, dass das Vieh nicht an Stellen geht, die gefährlich sind. Überwachen muss man es schon. Es könnte auch einmal eine Kuh durch das 'Blinddrähtli' gehen. Jedenfalls ist es schön, so abseits auf einer 'Terrasse' zu sein und die Welt von oben zu betrachten. Das Schwierigste am ganzen Tag ist, die Kühe dorthin zu bringen. Bis sie wissen wohin es gehen soll, möchten sie öfters einen andern Weg nehmen oder andeswohin gehen. Aber wenn das Vieh mal am gewählten Ort sind, haben die Hirten es friedlich. Denn dann gilt: fressen, fressen und nochmals fressen. Zurück ist es auch einfacher. Denn die Kühe wissen wo der Stall ist. Wenn es einen schmalen Durchgang hat muss man überwachen, dass schön eine um die andere dort durchgeht und dass es kein Gedränge gibt. Trotz dem eher 'faulen' Tag bin ich abends doch müde und schlüpfe gerne ins Bett.

14. August 2014 Schnee

Der Schnee kommt wieder mal etwas näher.

Er kündet uns jedoch auch einen schönen sonnigen Tag an. Das freut uns natürlich. Denn die vielen Regentage drücken etwas auf die Laune. Der sonnige Tag ist die beste Gelegenheit, die Nachttischlampen wieder aufzuladen. Diese habe ich heuer in einem Prospekt von 'solarversand' gefunden. Zuerst war ich etwas skeptisch, ob sie auch schön leuchten. Aber ich bin sehr zufrieden mit ihnen.

1. August 2014 Feuern

Wie die letzten Jahre haben unsere Kinder sich das Ziel gesetzt, auf dem Ave-Maria-Gütsch zu feuern.

Ein paar Tage vorher hat mein Mann im Laueli eine umgefallene Tanne zerkleinert. Diese Stücke haben wir auf den Muli geladen und zur 'Gigen-Porte' gefahren. Von dort haben unsere Töchter es in drei Tagen zum Gütsch getragen. Unser Sohn konnte nicht helfen, da er keine Freitage hatte. Abends leuchtet nach einem heftigen Gewitter ein oranger Himmel. Unser Sohn, der für den Abend zum Feiern 'schnell' heimkommt, steht ein Stück oberhalb der Abzweigung von der Bisisthalerstrasse vor einem Murgang. Unsere älteste Tochter holt ihn deshalb unten ab. Da es nach dem Gewitter (siehe oranger Himmel) schnell wieder 'uuftuät' picknicken wir auf dem Gütsch. Auch einige neugierige Rinder leisten uns Gesellschaft. Bald ist die Dämmerung so weit fortgeschritten, dass wir den Holzhaufen entzünden. Wie die Jahre vorher brennt unser Feuer hell und wärmt uns. Von unserem Standpunkt aus sehen wir acht 1.-August-Feuer und das Feuerwerk auf dem Stoos. Und natürlich weiteres Feuerwerk das da und dort abgebrannt wird. Als das Feuer nur noch wenig brennt begeben wir uns zur Hütte zurück. Mein Mann bringt unseren Sohn noch zu seinem Auto zurück. Wir andern gehen zu Bett, da morgen der Tag mit seiner Arbeit wieder früh beginnt.

21. Juli 2014 Auffahren zur Gige

Schon sind wieder drei Wochen vorbei und es ist Zeit mit den Kühen und der Melkerei zur Gige zu zügeln.

Es sind noch weitere Personen anwesend, die uns helfen auch die Kälber auf 'den rechten Weg' zu bringen. Da die zweitälteste Tochter mit der Leitkuh vorausgeht begreifen bald alle Kühe, was 'gespielt wird' und folgen ihr den Weg zur Gige hinauf. Mein Mann ist schon vorgängig mit dem Melkaggregat-Wagen zur Gige gefahren. Am Nachmittag zügeln wir noch das 'Kleinzeug' (bei strömendem Regen). Und am Abend kommt dann die erste Milch dieses Jahres durch den Milchschlauch zur Hinderist Hütte.

6. Juli 2014 Fliegende Blächä

'Äs föhnät'.

Dadurch ist die Fernsicht sehr gut. Unsere zweitälteste Tochter hat allerlei mögliche und 'unmögliche' Fotos gemacht. Darunter waren auch solche, die sehr gut gelungen sind. Wie zum Beispiel das wehende Käsetuch mit Panorama.

30. Juni 2014 Heruntergeschneit

Wie es früher alle Sommermonate mindestens einmal geschah, so ist es heute: Die First ist 'überguslät'.

26. Juni 2014 Aufgefahren zur Hinderist Hütte

Der Marsch zur Hinderist Hütte steht bevor.

Einige der fremden Kühe gehen ihn heute zum ersten Mal. Wird es gut gehen? Oder muss man ihnen bis sie aus dem Laueli-Weidegebiet raus sind dauernd 'nachrennen'? Nein, es ist sehr gut gegangen. Sogar die Kälber sind nicht über Gebühr 'aus der Reihe getanzt'. Nach dem Marsch und erstem Fressen wird ausgeruht.

25. Juni 2014 Hält das Kamin?

Alle Jahre wieder heisst es, die Kamine montieren.

Da der Schneedruck zu gross wäre für ein Kamin, sind sie aus Blech und nur aufgesteckt. So können sie einfach im Herbst entfernt und im Frühling wieder angebracht werden. Bei dem Kamin für den Ofen in der Stube und die Chuscht in der Küche, braucht es jedoch zwei Personen: Die eine hält den Kamin, während die andere die Halterung anbringt.

29. Mai 2014 Ausflug Bruust - Rätschtal

Da ich noch nie den Weg ins Rätschtal gegangen war, ...

... beschliessen wir am Vormittag, den vorderen Teil des Tals via Bruust zu erwandern. Das Wetter ist zwar etwas durchzogen, und wir wissen nicht, ob es nicht doch einen 'Sprutz' Regen geben wird. Doch frisch gewagt ist halb gewonnen. Von der Mettlen wandern wir den Wanderweg Richtung Bruust / Tor hinauf. Ich staune und weiss doch, dass auch unser Vieh früher solch stotzige Wege gehen musste. Die Sicht auf unsere Alp von der anderen Talseite ist beeindruckend. Besonders die First aus der Ferne zu sehen erfreut mich. Ein Stück oberhalt der Bruusthütte nehmen wir den Weg Richtung Rätschtal unter die Füsse. Er führt über einen kleinen Grat. Der Abstieg auf der anderen Seite ist viel länger als der Aufstieg. Doch als wir den lichten Wald verlassen befinden wir uns bei den mittleren Hütten. Von dort wandern wir talauswärts. Abgesehen davon, dass es rechts und links mehr oder weniger steil ansteigt, bekomme ich den Eindruck, dass das Tal ein 'liebliches' ist. Kurz vor dem Einstieg zum Viehfahrweg sehen wir noch eine Gämse. Der Fahrweg zum Bisisthal ist dann wieder recht steil, und ich beneide das Vieh nicht, das da hoch gehen muss. Der Weg ist jedoch gut unterhalten und wir kommen nach etwa fünfeinhalb Stunden wieder im Talboden an. Zu unserem Glück ist unser Schwager im Bisistal unterwegs und nimmt uns bis zu unserem Auto mit. Nach dem Umziehen zu Hause fahren wir zur Suteren, um unsere Kühe zu melken.

28. Mai 2014 Auffahren

Nun ist es soweit. Heute fahren wir mit unserem Vieh in die Suteren.

Morgens um 7.30 Uhr gehts los. So können wir in der Morgenkühle gehen. Wenns zu heiss wird hat das Vieh Hitzestress. Ohne Probleme kommen wir nach zwei Stunden in der Suteren an. Die Foto zeigt einige Kühe bei der Rast in der Laui.

18. Mai 2014 Ausflug zur Hinderist Hütte

Unser alljährlicher Ausflug zur Hinderist Hütte findet heuer erst spät statt.

 

Bis zur Verzweigung Wallis - Wasserberg können wir fahren. Von dort geht es zu Fuss weiter. Nebst meinem Mann ist auch unser Sohn dabei. In etwa einer Dreiviertelstunde erreichen wir unsere Alphütte. Dort sehen wir, dass das Holz noch so zugedeckt ist, wie wir es verlassen haben. Unser Hauptaugenmerk gilt den Käsen. Es tut ihnen gut, dass sie wieder gepflegt werden. Der Föhn zur Weihnachtszeit hat vermutlich die Temperatur im Käsekeller doch spürbar ansteigen lassen. Dies bewirkte ein Reifen der Käse. Deshalb ist es gut, dass sie wieder mal 'verrott' (bewegt) werden. Die Gebäude sind in dem guten Zustand, wie wir sie im Herbst verlassen haben. Nach der Käsepflege treten wir den Rückweg mit der Gewissheit an, dass keine weiteren 'Schäden' zu beklagen sind.

15. Mai 2014 Schnee und Sonnenuntergang

Heute musste ich ins Laueli einige Stüde abladen gehen.

Es war dort recht kalt, denn auf den Weiden liegt noch Schnee. Der Sonnenuntergang färbte ihn jedoch ganz rosa. Immer wieder ein schöner Anblick.

 

 

9. Mai 2014 Weide

Jetzt gilt es doch noch ernst mit dem Weiden.

Um unsere Hofgebäude ist nun alles Gras abgeweidet. Deshalb müssen die Kühe zur weiter entfernten Gigern spazieren. Es sind noch nicht alle bereit, deshalb müssen die vordersten warten.

22. April 2014 Alphütte Suteren putzen

Wie alle Jahre vor der Vermiet-Saison putze ich die Suteren.

Heuer noch etwas früher. Da der Winter nicht so viel Schnee brachte, haben viele Leute das Gefühl, die Hütte sei ohne Probleme erreichbar. Dass jedoch bei Schneefall der Schnee in der Schwenti in die Strasse rutscht, ist ihnen nicht klar. Ist ja auch verständlich, denn im Flachland passiert das ja nicht. Trotzdem vermiete ich die Hütte heuer einen halben Monat früher, da die Strasse schon schneefrei ist und ich noch genügend Zeit habe, die Hütte herzurichten.

19. April 2014 Impression

Wenn der Nebel aus den Wäldern und Wiesen steigt, ist das für mich jeweils ein faszinierendes Bild.

Nach einer 'nassen' Periode oder nach einem Gewitterregen, wenn die Sonne wieder um ihre Vorherrschaft kämpft, steigt die Feuchte als Nebel auf. Diese webenden Schwaden, dieses sich immer verändernde Bild, ist wunderschön und irgendwie auch beruhigend, zum 'Herunterfahren'.

24. März 2014 Zu früh gefreut

Nun ist wieder fertig mit Weiden.

Doch Schnee im März ist nicht von langer Dauer. Die Schmelze wird nicht lange auf sich warten lassen.

18. März 2014 Erste 'Weide'

Heuer können die Kühe schon früh nach draussen.

Das trockene und warme Wetter hilft uns, dass wir die Kühe schon so früh auf die ‚Weide‘ lassen können. Zum Weiden hat es viel zu wenig Gras. Aber die Faktoren Licht und Luft und Bewegung sind auch viel wert. Im Stall werden sie nach wie vor gefüttert.

22. Februar 2014 Frühlingsblumen

Dieser Winter ist hier im Tal sehr schneearm.

Was er im Vorwinter versprochen hat, hat er nicht gehalten. In der Höhe sieht es etwas anders aus. Dort hat es, wenn es hier untern regnete, geschneit. Nun ist hier im Tal an der Sonnseite fast kein Schnee mehr zu finden. Dafür blühen die Frühlingsblumen, wie Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse. Sogar eine Christrose war noch dabei. Zu ihrer regulären Blütezeit stak das Gärtlein unter einer dicken Schneedecke. Jetzt holt die Blume nach, was sie verpasst hat.

24. Januar 2014 Es schneit wieder einmal

Diesen Winter ist Schneefall fast Mangelware.

Deshalb 'musste' ich heute, da es wieder mal so 'richtig' schneite, eine Foto schiessen. Heuer hatte es noch nie mehr als 30 Zentimeter Schnee. Und jetzt gerade sind es bloss zehn Zentimeter. Am Weihnachtstag blies der Föhn die Schneereste vom November total weg. Anderntags schneite es zwar wieder, jedoch nicht sehr viel. Vielleicht kommt der grosse Schnee ja noch.

16. Januar 2014 Hühnerweide

Seit letztem Sommer dürfen unsere Hühner täglich auf die 'Weide'.

Da Schnee liegt ist die Weide der Miststock. Aber auch der 'Antritt' ist interessant. Da es im dort gelagerten Stroh manchmal ein Getreidekorn hat, wird auch das Stroh durchsucht. An verschiedenen Stellen um den Stall liegt kein Schnee. Auch dort wird nachgeschaut, ob es etwas zum Picken gibt. Am Abend beim Eindunkeln kehren die Hühner dann wieder in ihren Stall zurück und begeben sich zum Schlafen auf die Stange.

12. Januar 2014 Ausflug auf den Wasserberg

Da das Wetter heute gut ist und die Lawinengefahr sehr gering, 'besuchen' mein Mann und ich die Käse auf dem Wasseberg.

Bis heute ist im Vergleich mit anderen Jahren sehr wenig Schnee gefallen. Deshalb können wir mit dem Auto bis zur Schwenti fahren. Dann 'buckeln' wir beide unsere Rucksäcke: mein Mann mit 'aufgebundenen' Ski und ich mit den angehängten Schneeschuhen. Denn das Skifahren habe ich nie richtig gelernt. Der Schnee ist tragend. Mein Mann schnallt dann im Laueli die Ski unter die Füsse und steigt nun mit den Fellen weiter auf. Da der Schnee mich immer noch trägt, gehe ich 'zu Fuss' weiter. Erst im Rank oberhalb der Winz-Mair-Hütte sinke ich so stark ein, dass ich nun die Schneeschuhe anziehe. In etwa zweieinhalb Stunden sind wir auf dem Wasserberg angelangt. Dort müssen wir feststellen, dass der Föhnsturm das Dach der Brennholzhütte umgekippt und die ehemalige Kälberhütte verweht hat. Da haben wir im Sommer wieder Arbeit! (Wie wenn wir sonst keine hätten.) Dafür sind die Käse in einem erfreulichen Zustand. Wir essen zuerst etwas zu Mittag und pflegen danach die Käse. Nachher decken wir das Holz notdürftig mit einer Blache und hoffen, dass sie bis im Frühjahr hält. Anschliessend schliessen wir wieder alle Türen und machen uns auf den Heimweg. Da hat mein Mann nun einen Vorteil: mit den Ski ist er natürlich schneller als ich mit den Schneeschuhen. Aber da ich zügig marschiere muss er beim Auto nicht allzulange auf mich warten.

Weitere Bilder bei den Bildergeschichten.

Alpkäserei Wasserberg

Familie Gerold & Käthy Gwerder
Starzlen
6436 Muotathal

T: 041 830 13 05
M: 079 247 70 13

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