Wochenbuch 2013

11. Dezember 2013 Die Sonne kommt

Wo ich aufgewachsen bin, habe ich nicht erlebt, dass die Sonne erst am Mittag kam. 

Dafür schätze ich sie um so mehr. Von meinem Sitzplatz am Mittagstisch kann ich beobachten, wie um etwa 12.25 Uhr die Sonne 'kommt'. Dann wandert der Schatten des Berges vor der Sonne her nach 'hinten'. Und wir können für eine Stunde den Sonnenschein geniessen.  Einen Vorteil hat der Wohnort Muotathal. Die Sonne scheint im Talboden nicht immer; aber es hat sehr selten Nebel. Also können wir ins Sonnenhalb spazieren und dort lange 'sünnelen'.

1. November 2013 Wanderung Plattenweg

Unsere älteste Tochter hat mich schon länger bestürmt, dass sie einmal den Plattenweg abwandern möchte.

Heute hat uns mein Mann nun zum Ausgangspunkt der Wanderung gefahren. Denn der Anmarsch der Strasse entlang hat uns nicht 'gluschtet'. Zuerst wanderten wir über die Matten der 'Chlosterweid', bis der Wanderweg ein Bachtobel überquerte und wir den Plattenweg erreicht hatten. Dieser Weg ist schon etwas besonderes. Er ist sozusagen mit Plattensteinen 'gepflastert'. Einmal hat es sogar eine Treppe, die aus Platten gefertigt ist. Wir bewunderten die Erbauer dieses Weges. Am Ende des Weges hatten wir 'Horgrasen' erreicht und folgten nun dem Wanderweg weiter bis ins Tal. Nach etwa zwei Stunden Gesamtwanderzeit waren wir schon wieder zu Hause.

26. / 27. Oktober 2013 Muotitaler Alpchäsmärcht

Heuer war er wieder ein Erfolg.  

Das Wetter war ideal und die Leute fanden den Weg wieder ohne Probleme ins Tal. Entsprechend war auch wieder die verkaufte Käsemenge höher als letztes Jahr. Allerdings gab es keinen Rekord. Ich denke, dass sich die Menge irgendwann auf einem hoffentlich hohen Niveau einpendelt. So dass alle Anbieter am Abend des zweiten Tages zufrieden sein können. Aufgefallen ist mir, dass kaum mehr ein Käser 'nur' den normalen Alpkäse anbietet. Fast alle haben verschiedene Reifestadien des Käses, oder dann eine weitere Sorte wie Raclettekäse oder Mutschli oder ...... . Jedenfalls ist das Angebot sehr vielfältig.

20. Oktober 2013 Wanderung

Heute sind wir am 'Undärä Saum' vorbei zum 'Obärä Saum' gewandert.

Von dort folgten wir nicht dem Wanderweg sondern der Geländekante rechterhand, bis wir zur 'Äbnenmatt' gelangten. Hin und wieder hatten wir einen grandiosen Ausblick hinunter auf die Alpen in der 'Bruust'. Auch befanden wir uns gegenüber der Alp 'Geitenberg' und dem 'Stock'. Letztes Jahr im September haben wir diese Gegend besucht. Jetzt blickten wir dort hinüber, und es überraschte mich, wie lang der 'Stock' ist. Wir hätten letztes Jahr bis zu seinem Ende noch eine ganze Weile gehen können. Von der 'Äbnenmatt' durchquerten wir den Karst zur Strasse und folgten dieser, bis wir wieder bei unserem Auto anlangten.  Die Foto zeigt den Ausblick vom Kreuz auf dem 'Chalbertalstock' zur Alp 'Hinder Tor'.

11. Oktober 2013 Schnee auf den Alpen

Ja, das ist auch ein Grund, weshalb wir vorgestern mit dem Vieh ab der Alp gefahren sind.

Sonst wären wir vielleicht noch bis zum Wochenende geblieben.  Nun folgt das grosse Aufräumen des Stalles, der Käserei und natürlich auch 'um die Hütte herum'. In der Käserei wasche ich alle Dinge, die ich nach dem letzten Käsen nicht schon sauber versorgt habe. Da ist zum Beispiel das Lad noch zu reinigen, nachdem die letzten Käse ins Salzbad gelegt sind. Dann alle Käseformen und auch das 'Milchbette', usw. Weils im Milchraum winters feucht ist, versorge ich alle Werkzeuge aus Holz auf der 'Nister'. Dort kann es trockener lagern.

Im Stall wird das letzte Mal ausgemistet. Danach muss (wenn der Schnee wieder weg ist) der Mist und auch die Gülle ausgebracht werden. Alle Häge müssen noch abgelegt werden und auch der Schweinestall wird rückgebaut und die mobilen Teile im Stall versorgt.  Bis alles winterfest ist sind wir einige Tage an der Arbeit.

9. Oktober 2013 Endgültig abfahren

Jetzt ist das Alpleben zu Ende.

Unseren Kühen müssen wir nicht erklären in welche Richtung es heute geht. In einem langen Zug marschieren sie zur Suteren, wo die Rinder dazukommen. Danach geht's weiter ins Tal und durchs Bisistal hinaus zum Talbetrieb Starzlen. Fast alles hat wie am Schnürchen geklappt. Einzig in der Suteren 'verstanden' die Rinder zuerst nicht, dass sie sich der Kuhherde anschliessen sollten. Anschliessen schafften meine zwei Töchter und ich es gut, die Herde so schnell oder langsam gehen zu lassen, dass auch die letzten nicht so schnellen Kühe den Anschluss nicht verloren haben.

28. September 2013 Hag ablegen

Die letzten beiden Herbste legte ich den Hag auf der Gige jeweils mit meinem Mann zusammen ab.

Heuer jedoch begleitete ich unsere zweitälteste Tochter. Mein Mann pflegte unterdessen die Käse und begann dann vornherum mit dem Ablegen des Zaunes. Wir begannen mit dem hinteren Abhag Gige-Hinderist Hütte, dann folgten wir dem Grenzzaun vom Hinderist Loch zu den Köpfen, zum Signal und zum Hindärä Chüäbändli. Dort kam uns mein Mann entgegen. Beim Stall trennten wir uns wieder und jede Parte legte einen weiteren Abhag zwischen Gige und Hinderist Hütte ab. So konnten wir am Abend eine der grösseren Herbstarbeiten abhaken.

20. September 2013 Zum Laueli hochfahren

Die Suteren ist so gut wie abgeweidet.

Deshalb zügeln wir zum Laueli rauf. Den Rest können dann die Rinder fressen, die bald von ihrer Alp kommen. Zuerst wollten unsere Kühe auch Richtung Daheim marschieren, aber wir konnten ihnen dann doch klarmachen, dass sie die andere Richtung nehmen müssen. Vorher war noch unser Nachbarälpler zu Tal gefahren. Wahrscheinlich haben unsere Kühe das Geläut gehört und meinten, es gelte auch für sie.

17. September 2013 Wieder Schnee

Jetzt ist der Schnee schon in Reichweite.

Bis zum Lauelisrain hat es heruntergeschneit. Aber es wird nur ein paar Grade wärmer brauchen und der Schnee ist wieder weg. Ich vermisse etwas die schönen warmen Tage des Sommers. Denn dieser Herbst zeigt sich bis jetzt nicht von seiner warmen Seite.

14. September 2013 Abfahren ab dem Wasserberg

Heute ist Zügeltermin für die Kühe.

Sie marschieren zur Suteren. Denn dort ist es nicht so „gäbig“ die Alpzeit zu beenden. Deshalb kommt die Suteren zuerst an die Reihe und erst dann das Laueli. Die Käserei haben wir bereits gestern ‚geplündert. Deshalb kann ich die Herde auch begleiten.

11. September 2013 Erster Schnee

Diesen Sommer hat es nie in ‚greifbare‘ Nähe heruntergeschneit.

Heute sehen wir von weitem den ersten Schnee. Bis zum obersten Rand der Gige hat es geschneit. Jetzt ist das trockene Wetter vermutlich vorbei. Unsere Kühe jedenfalls „stuefnen“ nun wieder mehr. Und natürlich ist es kälter geworden.

2. September 2013 Ab der Gige fahren

Und schon sind wieder fünf Wochen Gige-Zeit vergangen.

Unser Sohn hat drei freie Tage. Und so ist er uns hochwillkommen beim Plündern ab der Gige. Das Vieh lässt sich nicht lange bitten und "marschiert" zum Zaundurchgang. Wir räumen noch den Stall auf und packen alle Waren auf den Transporter. Danch nehme ich den Fussweg zur Hinderist Hütte. Als ich über die Geländekante komme sind die ersten Kühe bereits bei der Hinderist Hütte angekommen.  Auf der Foto sieht man das Abladen unseres Stromaggregat-Wagens.

31. August 2013 Nebenausfahren Satzplangg

Heute geht unsere zweitälteste Tochter mit dem Vieh zur Satzplangg.

Diese Weide liegt rechts vom Chüäbändli. Bis die Tiere dort sind, ist es vorteilhaft, wenn noch jemand hilft die Kühe in die richtige Richtung zu treiben. Da mein Mann eine andere wichtige Arbeit zu tun hat, helfe ich. Sobald unsere Leitkuh begriffen hat wohin es gehen soll, geht es recht einfach. Sobald alle Kühe durch den Zaun gegangen sind lasse ich unsere Tochter allein die Tiere hüten.

29. August 2013 Nebenausfahren zum Chüäbändli

Nun ist wieder die Zeit des Nebenausfahrens gekommen.

Da die eingezäunte Weide schon recht abgeweidet ist, führen wir das Vieh zu Flächen, die ausgezäunt sind, jedoch gut beweidet werden können. Aber es gäbe zu viel Arbeit, diese Weiden auch noch einzuzäunen. Das Verhältnis Arbeit zu Ertrag wäre zu einseitig. Deshalb begleiten wir die Kühe dorthin und 'gaumen' sie dort. Als Hilfe erstellen wir mit den heutigen leichten Fiberglasstüdli und einem Zaunband einen Hilfszaun. Das erleichtert einem die Arbeit beim Gaumen nochmals. Heute durfte ich die Kühe begleiten.  Diese Arbeit mache ich gerne. Es ist auch etwas eine Zeit der Musse. Denn sonst sind wir (fast) immer am "Drücker". Hier oben geniesse ich die Natur, die Sonne, die Ruhe, die Tiere usw. So um 16 Uhr treibe ich das Vieh zusammen und bringe es zum Stall. Und nicht vergessen: Ich schliesse den Zaun wieder, damit nicht nachts ein Tier ausbricht und sich an eine gefährliche Stelle begibt.

17. August 2013 Streunen

Unser Nachbarälpler hat wieder für alle Älpler die Streue auf den Riedböden gemäht.

Da das Wetter schön und heiss war trocknete die Streue rasch. Mein Mann und drei unserer Kinder gingen schon vor dem Mittag  Martin helfen, seine und unsere Streue zu rechen. Ich schloss mich nach dem Käsen den Steunern auch noch an. Da unser Sohn erst am 20. August sein zweites Lehrjahr beginnen musste, konnte er auch helfen. Dreimal marschierte er mit einem Heugarn voll Streue von den Riedböden zum Gigenrain. Dort legte er die 'Büntel' auf den bereitgestellten Transporter. Und zur Melkenszeit fuhr dann mein Mann mit ihnen zur Gige. Jetzt haben wir die Streue fürs nächste Jahr schon wieder parat.

15. August 2013 Wanderung bzw. Kirchgang nach Galtenebnet

Früher ging mein Mann alle Sommer mehr als einmal nach Galtenebnet in der dortigen Kapelle zur Messe.

 Heuer haben wir diesen Kirchgang mit einer Wanderung verbunden. Der Hinweg dauerte gut zwei Stunden. In jungen Jahren machte mein Mann diesen Weg in einer Stunde. Nebst uns Eltern war noch unser Sohn und unsere zweitälteste Tochter dabei. Die Wanderung führte über unsere Alp 'Gige' zum 'Wiit Tor'. Danach gings hinten runter durch ein Couloir. Unsere Tochter hat zwar etwas Höhenangst und durchs Couloir geht's steil hinunter. Doch mit Vorausgehen und Zeigen, wo sie sich halten kann, schaffte auch sie den Weg auf die 'Untere Träsmären'. Dann mussten wir wieder ein Stück die 'Träsmären' hoch, bevor wir das Felsband nach unten queren konnten. Danach führte der Weg durch den Hang zum Bach und von dort über zwei 'Ecken' zur Kapelle.

Am Nachmittag kehrten wir via 'Sulz', 'Steihüttli', 's'Längä Gige' und 'Trittli' wieder auf unsere Alp 'Hinderist Hütte' zurück.  

Auf der Foto sieht man das Couloir, durch das wir vom 'Wiit Tor' zur 'Unteren Träsmären' abstiegen.

14. August 2013 Letzter Hag

Heute haben wir bei den "Köpfen" den letzten Hag erstellt.

Da unsere Kühe nicht als erstes zum entferntesten Hag gehen, haben wir erst heute den letzten Hag fertig gemacht. Die Hagstüde haben vor ein paar Tagen unsere Tochter und ihr Onkel aufgestellt. Nun mussten wir sie nur noch "festklopfen" und den Draht annageln. Wenn man jedoch das Ziel hat, den Draht schön gespannt anzubringen, dauert es trotzdem seine Zeit bis der Hag fertig ist. Und in ein paar wenigen Wochen können wir ihn schon wieder ablegen

9. August 2013 Natelsammlung

Der Natelempfang bei uns in der Hinderist Hütte ist eingeschränkt.

Deshalb stehen alle Natels dort, wo sie wenigstens läuten und auch SMS's hereinkommen. Und das ist das Fensterbrett des einzigen Fensters in der Käserei. Mein Natel, die Natels unserer Kinder und die unserer Besucher haben sich da versammelt. Wenn die Schulferien zu Ende und unsere Besucher wieder gegangen sind, wird mein Natel allein und verlassen auf dem Fensterbrett stehen.

7. August 2013 Holzspalten

Heuer versuchen wir den Alpsommer ohne Knecht zu meistern.

Deshalb haben unsere Kinder, die momentan alle Ferien haben, die Aufgabe erhalten, das Holz zu spalten. Mein Mann hat anfangs Wasserbergzeit ein Fuder kleine und grobe Holzstücke heraufgefahren und sie neben die Holzhütte gekippt. Nun müssen die groben Stücke in kleinere Teile gespalten werden. Diese Aufgabe erledigen unsere älteste Tochter und unser Sohn. Die jüngste Tochter schichtet die Stücke seitwärts ins Abteil und die zweitälteste gibt die groben Stücke den beiden Spaltern zum Bearbeiten. Einen Nachmittag haben sie gebraucht und alles Holz war in der Holzhütte versorgt zum Trocknen. Wahrscheinlich in zwei Jahren werde ich einen Teil davon unter dem Dampfkessel verfeuern.

1. August 2013 Wieder ein Höhenfeuer

Unseren Kindern hat es sehr gut gefallen, dass wir letztes Jahr auf dem Ave-Maria-Gütsch gepicknickt ...

... und danach unser 1.-August-Feuer angezündet haben. Deshalb wiederholen wir diesen Abendablauf wieder. Da für das Feuerholz "zuächäträgä" nur ein Tag bleibt, dürfen die Kinder sich ausnahmsweise beim Feuerholz bedienen und die zu langen Holzscheiter nehmen. Dazu haben sie noch eine kleine dürre Tanne gefällt und ein paar Stauden geschnitten. Zusammen ergibt es wieder ein schönes Feuer. Einige wenige "Zuckerstöcke" und die aufgehängten Lampions vervollständigen das 1.-August-Ambiente.

31. Juli 2013 Hagen unter dem Hinteren Chüäbändli
Forst- und Drusberg

Eigentlich ist Heuerwetter.

Doch es lässt meinem Mann keine Ruhe, dass der Hag unterhalb des Hinteren Chüäbändli noch nicht fertig ist. Deshalb machen wir uns auf und beheben diese Lücke. Unsere zweitältest Tochter hat bereits viele der Hagstüde geschlagen. Deshalb bleiben für mich nur noch einige wenige. Mein Mann "hängt" unterdessen den Draht auf. Wie die Foto zeigt ist es sehr "sichtig".

29. Juli 2013 Auf die Gige gefahren

Heute regnet es nur einmal: Nämlich den ganzen Tag.

Nach gut drei Wochen auf der Weide der Hinderist Hütte ist es Zeit auf die Gige zu fahren. Nachdem das Vieh hinaufgezogen ist bringt Gerold Hagmaterial und die transportablen Tröge hinauf. Am Nachmittag wird dann noch der Stromaggregatswagen mit der Melkmaschine und die gesamte "Mälch-Ruschtig" folgen.

21. Juli 2013 Wo ist das Kalb?

Inzwischen sind unsere Tränk-Kälber ins Iglu umgezogen.

Auch das Jüngste ist dabei. Aber es hat sich in den Blacken versteckt. Wo ist es?

11. Juli 2013 Spaziergang mit dem Jüngsten

Am Morgen nach der Alpfahrt hat unsere trächtige Kuh "Perla" ihr Kalb zur Welt gebracht.

Es ist ein Stierkalb und wie man auf der Foto sieht ist es "purlimunter". Es war ein grosses Kalb. Und jetzt darf es, bis wir den Kälberiglu aufgestellt haben, täglich mit unserer jüngsten Tochter spazieren gehen.

7. Juli 2013 Teamwork

Schwenti-Heuen ist wieder angesagt.

Da wir im Familienkreis nicht mehr so viele Personen sind, die jederzeit helfen rechen können, hat sich auch bei uns das Heuen gewandelt. Jedenfalls das Heuen in der Schwenti. Früher haben wir alles Heu mit Handrechen, Gabel und Heuseil zum Bewirtschaftungsweg gezogen und dort mit dem Ladewagen geladen und zum Talheimen gebracht. Heute rechen die einen zwar immer noch mit dem Handrechen, die andern jedoch mit dem "Handbläser" und noch einer mit dem geliehenen "Maschinenbläser". Auch haben wir viele Helfer, die nicht mehr aus dem Familienkreis stammen. So können wir die Schwenti in ein bis drei Tagen einbringen. Früher brauchten wir dafür eine Woche oder mehr.

Die Foto zeigt die Heuhaufen, die letzten Meter, die gerecht werden und die vielen Arbeiter.

5. Juli 2013 Auf den Wasserberg fahren

Wie in den letzten Jahren üblich haben wir die Käserei schon gestern gezügelt.

Also mussten wir gestern abend und heute morgen die Milch auf den Wasserberg bringen und ich habe heute morgen dort gekäst. Am Abend darf auch das Vieh auf den Wasserberg. Untertags wäre es für unsere Kühe zu heiss gewesen. Jetzt hat es schon etwas abgekühlt und es herrschen angenehme Temperaturen. Das Plündern verläuft ohne Probleme. Und das Vieh ist schon fast in Rekordzeit auf dem Wasserberg angelangt. Hat es "dr Gluscht" nach dem jungen Gras so schnell gehen lassen?

13. Juli 2013 Endlich wieder mal ein Eintrag

Mir geht es wie vermutlich Ihnen.

Endlich gibt es wieder einen Eintrag im Wochenbuch. Vorhin habe ich einige Fotos ausgesucht und werde wenigstens ein oder zwei Ereignisse schildern.

Die Zeit ist mir einfach davongerannt; beziehungsweise habe ich sie mit wichtigeren Arbeiten (aus meiner Sicht) gefüllt. Aber nun nicht mehr viele Worte sondern "Taten".

16. Juni 2013 Zum Laueli fahren

Heute haben vier Kühe selbstbestimmt beschlossen, trotz Sonntag zum Laueli zu fahren.

Eigentlich wussten wir schon, dass der Zaun neben dem Weidrost nicht in bestem Zustand ist. Und als am Morgen vier von den älteren Kühen fehlten, war es naheliegend, dass sie sich zur nächsten Weide aufgemacht hatten. Als ich den kaputten Zaun sah, war es sowieso klar, wo die vier Ausreisser zu finden sein würden. Und jetzt, was tun? Die Kühe mit dem Viehanhänger wieder runterholen? Wir beschlossen dann, da durch den gestrigen Regen auch die letzten Keime verschwunden waren, trotz Sonntag zu plündern. Zuerst die Kühe in der Suteren melken, dann rauf die vier Kühe von Hand melken, dann runter zusammenpacken und mit den "Suteren"-Kühen rauffahren. Bis nach dem Mittag waren alle oben und ich denke nicht unglücklich über den frischen Grassegen.

8. Juni 2013 Alpfahrt zur Suteren

Möglichst morgens früh sind wir mit unseren Kühen wieder Richtung Suteren gestartet.

Durchs Bisisthal konnten wir die ganze Strecke im Schatten wandern. Das war für die Kühe und natürlich auch für uns sehr angenehm. Aufwärts gegen die Suteren erreichte uns dann die Sonne. Hier hat es jedoch immer wieder Wald; uns so hielt sich die Hitze in Grenzen. Alles Vieh ist in gewohnter Zeit und ohne Probleme in der Suteren angekommen. Die Foto zeigt unsere zweitälteste Tochter, wie sie einer Kuh die Fahrklopfe abzieht. Unser Sohn konnte das erste Mal seit Jahren nicht dabei sein. Aber es wird eine Zeit kommen, da er wieder jedes Mal die "Fahrt" der Kühe anführen wird.

25. Mai 2013 Raiffeisen-Fotowettbewerb

Aus Anlass ihres 100jährigen Bestehens hatte die Raiffeisenbank Muotathal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben.

Aus den 14 prämierten Bildern wird ein Kalender von Dezember 2013 bis Januar 2015 gedruckt. Die Vorgaben waren: - Das Bild wurde auf dem Gemeindegebiet von Muotathal aufgenommen. - Es muss mindestens 10 Megapixel gross sein. - Querformat - Es muss ein möglichst aussagekräftiges oder stimmungsvolles Bild sein. - Höchstens fünf Fotos einreichen - Nicht älter als Jahrgang 2011.   Unsere jüngste Tochter, die manchmal meinen Fotoapparat benützt, und ich haben am Wettbewerb teilgenommen. Uns hat es riesig gefreut als Anfangs Monat ein Brief kam, der uns mitteilte, dass von ihr ein Bild und von mir zwei Bilder prämiert worden sind. Die Frage war jetzt nur noch welche Bilder gewonnen hatten. An der Jubiläums-Generalversammlung von heute sind die Gewinner bekannt gegeben worden; und natürlich wurden die Bilder auch gezeigt. Das Hundebild hat unsere Jüngste eingereicht und die beiden anderen habe ich gemacht. Interessant waren noch verschiedene Rückmeldungen zum Bild mit den Schweinen: Beim kurzen Ansehen des Bildes meinten diverse Personen, dass nicht Schweine sondern Schafe darauf sind und fragten sich deshalb, was daran so besonderes sein soll. Via Moderator wurde der Sachverhalt dann "aufgeklärt" und ich denke, dass das Bild danach eher als etwas Einzigartiges angeschaut wurde. Mich freut die Bestätigung, dass ich ein Auge für gute Bilder habe.

24. Mai 2013 Nochmals Schnee

Schon in den letzten Tagen hat es bis etwa 1200 Meter heruntergeschneit.

Heute morgen lag die Grenze bei etwa 900 Meter. Es dauerte jedoch nicht lange, und der Regen verwandelte sich in Schnee. In kurzer Zeit waren die Bäume und das Gras von einer dünnen Schneeschicht überzogen. Im Verlaufe des Mittags / Nachmittags verschwand sie jedoch wieder. Bis am Abend lag die Schneegrenze wieder etwa bei 900 Meter. Wenn dies ein Omen ist, wird es dieses Jahr vielleicht alle Monate auf die Alpen herunter schneien.

20. Mai 2013 Ausflug auf den Wasserberg zum Zweiten

Mein Mann war heute oben bei der Hinderist Hütte und auch auf der Gige.

Er war dort um das Wasser zu kontrollieren. Denn andere Jahre konnte man schon Anfangs Mai im Laueli den Überlauf des Wassers feststellen. Heuer war es nicht so. Deshalb ging er nachsehen, was dem Wasser im "Weg" ist: Ein Hahn war nicht richtig gestellt worden. Er bemerkte auch, dass schon sehr viel Schnee weggeschmolzen ist. Und er beglückte uns mit Fotos von "Flüehblüemli".

18. Mai 2013 "Schönen" in der Schwenti

Damit beim Mähen keine Steine die Mähmaschinenmesser kaputt machen, "schönen" wir.

Schönen heisst also, alle Steine, die grösser als eine Kleinkinderfaust sind und auch alle Äste einzusammeln. Der Jutesack dient als Sammelbehälter. Heuer durchstreiften meine zweitälteste Tochter und ich die Schwenti. In etwa 5 Meter breiten "Streifen" sind wir hin und her gegangen und haben die Steine eingesammelt. Wenn der Sack zu schwer wurde, leerten wir ihn im Wald aus. Wir brauchten fast den ganzen Nachmittag für diese Arbeit. 

12. Mai 2013 "Neues Kreuz stellen" zum Zweiten

Endlich habe ich es geschafft, die Bildergeschichte zum Alpkreuz-Aufrichten in die Homepage zu schreiben.

Jetzt finden Sie sie bei den Bildergeschichten. Es ist für mich auch jetzt noch sehr eindrücklich, was Teamwork bewirken kann. Wenn man bedenkt, dass das Holz des Kreuzes aus "grünen" (ungetrockneten) Baumstämmen gehauen war, kann ich diese Leistung unserer Helfer und von uns nur als "grandios" bezeichnen. Und übrigens, letzte Woche haben wir es bei unserem Wasserbergausflug gesehen: Es hat uns "gegrüsst" und steht, wie wir es verlassen haben, an seinem Platz. Ich hoffe, dass es wie das letzte Kreuz, mindestens 14 Jahre stehen bleibt.

5. Mai 2013 Wanderung zur Hinderist Hütte

Wie jeden Frühling haben wir heute diese Wanderung gemacht.

Mein Mann kam nicht mit, weil er das Vieh, das ja auf der Weide war, "gaumen" wollte. Bis zum Brustgrabenrank hat er uns mit dem Auto gefahren. Von dort haben Melchior und ich den Weg unter die Füsse genommen. Nach einer Weile habe ich gemerkt, dass ich die Fotoausrüstung im Auto habe liegenlassen. Deshalb müssen Sie sich mit Handyfotos begnügen. Im Laueli haben wir keine nennenswerten Schäden gesehen. Bis halbe Strecke Laueli - Wasserberg kamen wir ohne Schneeschuhe zurecht. Danach haben wir die nützlichen Dinger jedoch gern montiert. Bei der Hinderist Hütte assen wir als erstes unser Mittagessen. Dann schauten wir in den Käsekeller und "kehrten" die Käse. Seit dem November war niemand mehr bei ihnen gewesen. Bei der "Inventur" der Schäden fiel uns einzig die Dachrinne auf: Ihr Ende war vom Schnee zerdrückt. Vielleicht können wir es wieder etwas zurechtbiegen, wenn wir dann auf den Wasserberg "plündern". Via Dreckloch, Ebnenmatt, Wegscheide, Wallis (wo wir die Schneeschuhe wieder auszogen), obere, mittlere und untere Fede ging es dann wieder heimzu. Unterhalb der unteren Fede hat es im Fels eine riesige Balm. Das ist eine halbrunde Öffnung im Fels. Diese Balm zeigt mir jedes Mal von neuem, was die Natur Phantastisches schaffen kann. 

1. Mai 2013 Zweiter Ausflug zur Suteren

Um zu sehen, wie viel Schnee noch in der Strasse liegt, haben mein Mann und ich heute den Weg zur Suteren unter die Räder und danach unter die Füsse genommen.

Beim ersten grösseren Schneehaufen auf der Strasse konnten wir gerade noch so vorbeifahren. Weil die OAK schon ein paar Tage vor uns die Strasse inspiziert hatte, waren die Steine, die vorher mitten auf der Strasse gelegen haben, schon weggeräumt. So konnten wir bis zum Plattentobel fahren. Dort war wie letztes Jahr die Strasse zu: von Schnee ca. eineinhalb Meter hoch bedeckt. Von dort wanderten wir zu Fuss weiter. Wir trafen noch mehr Schnee und Steine und Holz an, die auf die Strasse gerutscht, gerollt, gestürzt waren. Wir schauten in der Suteren kurz in die Hütte und kehrten dann wieder zu unserem Auto zurück.

30. April 2013 Neue Bäume gesetzt

Damit auf unserem Betrieb ein Obstgarten entsteht, der mit anderen Obstgärten vernetzt ist, haben wir neue Apfelbäume gesetzt.

Wenn die Obstgärten vernetzt sind, hat das positive Auswirkungen vor allem für die Vögel. Deshalb haben wir heute fünf neue Bäume gesetzt, bzw. Bäumchen. Dieses Jahr ist es wichtig, dass sie vor allem gute Wurzeln bilden. Deshalb werden sie bald von einer Baumschulistin zurückgeschnitten. Dadurch "stecken" die Bäumchen ihre Kraft in die Wurzelbildung und nicht in viel Laub. In ein paar Jahren können wir dann hoffentlich die ersten Äpfel ernten.

20. April 2013 Viel Schnee

Da staunte ich heute morgen, wie viel Schnee es letzte Nacht gegeben hatte.

Gestern abend hatte es schon "nass" geschneit; dass heute aber gleich fast 20 cm Schnee liegen würde, hätte ich doch nicht gedacht. Dazu hatten wir immer wieder kürzer oder länger Stromausfall. Ich gab es nach dem dritten Mal auf, die Uhr des Backofens neu einzustellen.

Bis am Abend hatte der Schnee an Mächtigkeit abgenommen. Und am Sonntagabend waren unsere Wiesen wieder nahezu schneefrei. Wenn sie dann wieder genug trocken sind, dürfen auch unsere Kühe wieder auf die Weide.

15. April 2013 Kühe erstes Mal auf der Weide

Da es einige Tage sehr warm war und dadurch die obere Wiese recht trocken ist, dürfen unsere Kühe das erste Mal "weiden" gehen.

Das Gras ist zwar noch sehr kurz. Trotzdem rupfen die Kühe das Gras wie Weltmeister; und vor allem fressen sie die jungen Blacken. Die brauchen nämlich zum Wachsen nicht so viel Wärme wie das andere Gras und sind deshalb diesem voraus. Dadurch nehmen sie dem anderen Gras das Licht weg. Die "alten" Blacken  werden vom Rindvieh nicht gefressen. Und wenn sie zu Heu gedörrt werden gibt es hohe Bröckelverluste. Deshalb sind die Bauern von den Blacken nicht begeistert.

Uns freut es, dass die Kühe die Blacken einkürzen. Vielleicht hat dann das andere Gras gleich gute Chancen zum Wachsen wie die Blacken. 

14. April 2013 Ausflug zur Suteren
Wo die Skispuren sind ist die Strasse (unter dem Schnee).

Da ich eine Anfrage für Anfangs Mai für die Miete der Suterenhütte bekommen habe, will ich schauen gehen, wieviel Schnee es noch hat.

Bei uns im Tal draussen ist er auf dem Talboden doch grösstenteils getaut. Doch als ich ins Bisistal fahre, erlebe ich ein Tal, das noch in Winterhand ist. Trotzdem parkiere ich das Auto bei der Einfahrt der Wasserbergstrasse und beschliesse, durch den nicht mehr hohen Schnee und die "aperen" Flecken dazwischen wenigstens mal im Wald zu schauen, ob der Schnee höher liegt als hier. Im Wald ist es dann recht ähnlich wie bei der Einfahrt; und der Schnee trägt recht gut. An den üblichen Stellen ist er von den Hängen in die Strasse gerutscht. Je weiter hoch ich komme hat es doch mehr Schnee, aber er trägt mich immer noch. Deshalb stapfe ich weiter, bis ich die Suterenhütte sehen kann. Je nach Wetter und vor allem Wärme, wird es noch eine Weile dauern, bis die Strasse schneefrei ist. An Stellen, die schon "aper" sind, sehe ich die ersten "Ziitrööseli" (Huflattich). Zurück zum Auto geht es schneller, da ich bergab die grösseren Schritte nehmen kann und in meinen "Aufstiegstritten" gehen kann. Mit zwar leicht nassen Füssen komme ich beim Auto an und bin zufrieden, da ich auf meinem Weg keine grossen Winterschäden gesehen habe.  

27. März 2013 Iris im Schnee

Abwechslungsweise schneit und taut es.

So richtig Aprilwetter im März. Und doch ist es warm genug, dass weitere Frühlingsblüher ihre Blüten dem Licht und der Sonne entgegenstrecken.

12. März 2013 Graupel und Hagel

Heute hat sich der Winter mit Graupelschauer und Hagel zurückgemeldet.

Am späteren Nachmittag fand das Spektakel statt. Eine schwarze Wolkenwand, Blitz und Donner und dann ein Prasseln auf dem Dach. Ein Blick aus dem Fenster zeigte zuerst schwere Regentropfen, dann Graupelschauer und danach Hagelkörner. Gleichzeitig wurde es merklich kühler. So endeten die wärmeren Tage.

10. März 2013 Sonntagsspaziergang

Heute haben wir einen "Ausflug" ins Sonnenhalb zum "Bruder Klaus" gemacht.

Der "Bruder Klaus" ist eine Statue, die als grösseres Bildstöcklein an der Horgrasenstrasse steht. Bis dort haben wir etwa dreiviertel Stunde zu gehen, wenn man dazwischen nicht einen Halt im Gartenkaffee "Haselbach" macht. Von dort aus hat man einen wunderbaren Ausblick ins Schattenhalb und auch in die Region des Wasserberges. Von der Starzlen aus sehen wir nur an den "Wallis". Wir sehen keine First und kein Laueli, das Tal ist zu tief und zu schmal. Vom Haselbach aus, der etwa  knapp 1000 MüM liegt, sind dann die höher und weiterzurückliegenden Gebiete auf der anderen Talseite gut zu sehen. Wie auf der Foto ersichtlich ist im Schattenhalb der Winter noch am Ruder. Wo die Sonne mit ihren Strahlen nicht hinreicht kann sie den Schnee nicht "weglecken". Und im Schatten wird die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich nicht viel über 0 Grad liegen. Wenn der Schnee im Schattenhalb dann auch wegschmilzt, dann wird es im ganzen Tal Frühling werden, und nicht nur im Sonnenhalb, das jetzt bei schönem Wetter sonnenverwöhnt ist.

8. März 2013 Frühling im Schnellgang

Den Schneeglöckchen, Märzenbechern und Krokussen kann ich fast zusehen beim Wachsen.

Jeden Tag haben sie wieder die längeren Stängel und recken die Blütenköpfchen etwas näher zur Sonne. Wenn es so "spät" ausapert findet im Wildblumengärtchen eine wahre Blühorgie statt. Ich habe dann das Gefühl, wie wenn ein Film im Schnelldurchlauf gezeigt würde. Was sonst nacheinander blüht, blüht jetzt miteinander; und ich muss schon genau schauen, wo jetzt schon wieder eine Blume zum Vorschein gekommen ist. Denn hier und auch dort kommt eine weitere Art oder ein weiteres Büschel zum Blühen. Jedenfalls ist der Frühling nicht mehr zu ignorieren.

5. März 2013 Frühling

Es scheint als würde das Wetter dem meteorologischen Frühling folge leisten.

Die letzten Tage war es recht warm; und heute mit dem Föhn ist die Temperatur sogar im zweistelligen Bereich. Letzte Nacht sank das Thermometer auch nicht mehr oder nicht viel unter 0 Grad. Der Schnee ist schon stark zusammengefallen. Und an den Stellen im Gärtchen vor dem Haus, wo er weg ist, strecken schon die ersten Schneeglöckchen und Krokusse ihre Köpfe aus dem Erdreich.

25. Februar 2013 Katzen

Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Katzenbericht vom Sommer.

Seit damals hat sich einiges verändert. Zwei Jahre lang hatten wir nur noch eine Katze; und die erhielt, wenn sie "auftauchte", Asyl in der Hütte (ein Eingangsraum im Kellergeschoss). Denn der junge Hund Seto verscheuchte im Herbst alle Katzen. Er konnte einfach nicht Freundschaft schliessen mit ihnen. Vorletzten Sommer hatten sich drei junge Katzen bei uns angesiedelt. Doch im Herbst fackelte Seto nicht lange, und weg waren sie: vertrieben. Diesen Sommer kamen dann die jungen Katzen, die unser Sohn organisiert hatte. Gegen den Herbst waren dann wiederum drei andere fremde Katzen in unserem Stall anzutreffen. Und nun, wie erreichen wir, dass Seto die Katzen nicht wieder verjagt? Auf der Alp hatte Seto ganz wenig Freundschaft mit den zwei jungen Katzen geschlossen. Jedenfalls tolerierte er sie unter Aufsicht. Bei der Heimkehr des Hundes mussten wir nun darauf aufbauen, und Seto beibringen, dass er die Katzen in Ruhe liess.

Inzwischen streicht eine der fremden Tigerkatzen Seto um die Beine und schert sich einen Deut darum, dass er ein Hund ist. Die eine schwarze Katze hat schon mehr Respekt vor ihm. Sie hat ihn immer gut im Auge und geht nicht auf den Boden hinunter, wenn er allzunahe ist. Leider hat es auch schon Tote gegeben, aber nicht wegen dem Hund: Die Strasse ist allzunahe. Zwei Katzen sind inzwischen verschwunden. Bei einer dritten wissen wir nicht, ob es immer die gleiche ist, oder ob es zwei verschiedene sind. Denn noch niemand hat sie zusammen gesehen. Dafür kommen auch wieder andere Katzen in die nähe. Z. B. eine kleine, sehr scheue Tigerkatze.

Auf der Foto sind die Tigerkatze Malus und die schwarze heisst Mohrli.

20. Februar 2013 Hoftafel

Unserer Hoftafel hat der Winter gar nicht gut getan.

Eigentlich ist nicht der Winter oder der reichliche Schnee direkt schuld, sondern nur indirekt. Vermutlich hat der Fahrer der Schneefräse nicht mehr an die Hoftafel gedacht und die Schneeladung auf sie "gefeuert". Die geballte Ladung Schnee hat dann die Alu-Tafel aus der Nut links und rechts gedrückt und sie verbogen. Nun sieht sie wie auf dem Foto aus. Zwar sind schon Pläne vorhanden, wie eine neue Hoftafel aussehen könnte, aber wir müssen uns nun auch Gedanken machen, wie wir die neue Tafel optimal vor einem "Schneeguss" schützen können. Denn jedes Jahr ein solcher Schaden ist (etwas) teuer.

14. Februar 2013 Kuhvergnügen und Fortsetzung

Sobald die Kühe nicht mehr auf die Weide können, fängt die Zeit des "Ausgangs" an.

Unsere Kühe können zwar nicht ins Wirtshaus, dafür können sie immer wieder hinter dem Stall in einen eingezäunten Bereich an die frische Luft und an die Sonne. Dort befindet sich auch die Viehbürste. Diesen Winter war sie leider eine Weile kaputt. Die Kühe haben sie vermisst. Jetzt ist sie wieder montiert, und diejenigen, die drankönnen, geniessen ihre "Streicheleinheiten".

Fortsetzung Winterarbeiten der Käserin

Eine typische Winterarbeit ist die Buchhaltung. Da erfasse ich elektronisch den Geldverkehr des vergangenen Jahres. Zuerst muss ich schauen, dass alle Belege vorhanden sind und in die richtige Reihenfolge bringen. Einige Belege sind noch in Quittungsbüchlein: Also raus damit und hinein in den Ordner. Im Computer erfasse ich dann die Ein- und Ausgaben anhand der Belege und ordne sie bestimmten Konten zu. Wenn ich das ganze Jahr erfasst habe, exportiere ich die Daten und sende sie unserem Treuhänder. Der erstellt dann den ganzen Rest und füllt für uns auch die Steuern aus. Dann können wir aus den erhaltenen Zahlen dann lesen, ob wir gut, besser oder schlechter gewirtschaftet haben.

Nebst den natürlich täglich anfallenden Haushaltarbeiten helfe ich meinem Mann im Stall: Vormittags wasche ich das Milchgeschirr auf, füttere die Schweine und die Hühner und helfe, die Kühe nach dem "Ausgang" wieder in den Stall zu bringen. Zwei- bis dreimal die Woche habe ich auch abends Stalldienst. Das heisst Kühe und Schweine hirten, Milchgeschirr zusammensetzen, Heu rüsten, Kälber tränken, Milchgeschirr aufwaschen und ev. noch weitere kleine Arbeiten. Die anderen Abend-Stalldienste sind zwischen den zwei Töchtern, die noch zur Schule gehen, aufgeteilt. 

10. Februar 2013 Noch mehr Schnee und Was macht die Käserin im Winter?

Letzte Nacht hat es wieder die ganze Nacht geschneit.

Die Foto zeigt es deutlich. Das Bild habe ich vom Küchenfenster aus aufgenommen. Gut sieht man, dass die Hagstüde nicht mehr viel aus dem Schnee schauen; und der Mauer entlang ist der Schnee "gewachsen".

Ja, was macht die Käserin im Winter? Sommers stellt sie den Käse und die Butter her, hilft beim Heuen, besorgt die Wäsche und teilweise das Kochen, betreut das Internet und die Mieter der Hütten, pflegt die Käse im Keller und verkauft auch welche und, und, und ...

Winters erledigt sie die Arbeiten, die im Sommer liegenbleiben. Besonders das Flicken der Kleidungsstücke bleibt liegen. Aber auch die ungebügelte Wäsche wird unters "Glettiisä" gelegt und dann in den Kästen versorgt. Auch da und dort gibt es eine "Ecke", die etwas gründlicher gereinigt werden darf. Spätestens im November kommt dann der ganze Blumenschmuck am Haus weg. Letztes Jahr waren die Geranien durch das kalte Wetter vom Alpchäsmärcht-Wochenende erfroren. Zuerst schneide ich das ganze Kraut ab und lasse es zu Boden fallen. Dort können wir es dann mit einer Heugabel in den Autoanhänger laden und zum Kompost bringen. Danach werden alle Kistchen nach unten getragen, die Erde im Garten ausgeleert und dann versorgt. Anschliessend entferne ich noch die "Kistchen-Chännel" von den Klebdächern und bringe sie im Estrich unter. Zurück bleiben noch die Tröpfler von unserer Tränkanlage. Auch sie werden gereinigt und bis zum nächsten Frühjahr eingelagert.

Fortsetzung folgt.

9. Februar 2013 Es hat viel Schnee

In letzter Zeit hat es hier im Tal nicht mehr geregnet.

Auch gab es sonst keine Tauperiode. Deshalb haben wir jetzt viel Schnee. Und der Wetterbericht meldet weiterhin wechselhaftes Wetter mit Schneefall und dann wieder Aufhellungen mit Temperaturen, die nur knapp über den Gefrierpunkt steigen. Der Winter hat das Muotathal so richtig im Griff. 

3. Februar 2013 Zweiter Schneemann

Unsere Älteste liebt das "Schneemann"-Bauen.

Da beim letzten der Schnee nicht optimal war und es nur einen schlanken Schneemann gab, hat sie heute mit ihren Geschwistern einen neuen gebaut. Es sind jeweils eher Schneeskulpturen. Denn sie stapeln die gemachten Schneebälle einfach aufeinander. Doch die Skulpturen wirken jeweils imposant; und die Kinder hatten ihr Vergnügen. Die obligate Foto zum Schluss gehört einfach dazu. 

11. Januar 2013 Es schneit

Etwas, das diesen Winter schon des öftern vorgekommen ist.

Das Wetter ist jedenfalls abwechslungsreich: Schneefall, Regen (der Schnee fällt zusammen), Kalt mit Sonne, Warm, Schneefall usw. Und in beliebiger Reihenfolge. Jedenfalls können wir uns nicht über zuwenig Schnee beklagen.

Alpkäserei Wasserberg

Familie Gerold & Käthy Gwerder
Starzlen
6436 Muotathal

T: 041 830 13 05
M: 079 247 70 13

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